ADLER Real Estate AG verbesserte Finanzierungsstruktur!

| 16. August 2017 | 3 Kommentare

Arndt Krienen kann sich über Verbesserung der operativen Leistungsdaten freuen

ADLER Real Estate AG um Vorstandsvorsitzenden Arndt Krienen

ADLER Real Estate AG um Vorstandsvorsitzenden Arndt Krienen

Frankfurt – Die ADLER Real Estate AG um Vorstandsvorsitzenden Arndt Krienen konzentrierte sich im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres auf die Verbesserung der Finanzierungsstruktur, wobei dem Unternehmen die Einnahmen aus der erfolgreichen Veräußerung der Anteile an der conwert Immobilien Invest SE zugute kamen. Nortexa berichtete unlängst erst über die Verbesserung der Kennzahlen: http://www.nortexa.de/adler-real-estate-verbesserte-weiter-kennzahlen/.

Vorstandsvorsitzender Krienen äußerte sich zufrieden mit den daraus resultierenden Möglichkeiten: „Dadurch waren wir in der Lage, bestehende Verbindlichkeiten im Umfang von EUR 380 Millionen zurückzuzahlen. Ende Juni haben wir zudem unsere Eigenkapitalbasis stärken können, weil eine Wandelanleihe fällig und gewandelt wurde. Zur Jahresmitte können wir daher eine deutlich gestärkte Eigenkapitalquote aufweisen und einen LTV, der mit 57,8 Prozent nahe an unserem Zielwert für das Gesamtjahr von 55 Prozent liegt. Aber auch im operativen Geschäft waren wir erfolgreich, konnten die FFO I im Vergleich zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum um fast ein Drittel steigern, die Mieteinnahmen verbessern und den Leerstand abbauen.“

Die langfristigen Verbindlichkeiten, die zurückgezahlt wurden verzinsten sich mit Sätzen zwischen 6,0 und 9,25 Prozent. Die Rückzahlung trägt daher erheblich dazu bei, den Zinsaufwand zu verringern. Die umfangreiche Schuldentilgung hat sich positiv auf die bonitätsrelevante Loan to Value-Kennzahl (LTV), sprich das Verhältnis der um die Zahlungsmittel bereinigten Finanzverbindlichkeiten zu den gesamten Vermögenswerten, ausgewirkt. Der LTV-Wert konnte im genannten Zeitraum um 3,5 Prozentpunkte verbessert werden. Ebenso konnte durch die Rückzahlung von Verbindlichkeiten auch die Eigenkapitalquote verbessert werden, indem diese um 2,4 Prozentpunkte auf 29,0 Prozentpunkte anstieg. Der Net Asset Value (NAV), zu deutsch Nettoinventarwert, erreichte zur Jahresmitte  1.094,9 Millionen Euro. Dieser Zuwachs von 2,3 Prozent ist auf die Akquisition der beiden Immobilienportfolios in der Nähe von Bremen und im brandenburgischen Senftenberg sowie auf die Bewertungsgewinne der vorhandenen Bestandsimmobilien zurückzuführen. Im ersten Halbjahr hat die ADLER Real Estate AG nicht nur die Bilanzstruktur verbessert, sondern auch ihren operativen Erfolg weiter steigern können. Die dafür in der Immobilienbranche verwendete Kennzahl der Funds from Operations I (FFO I) erreichte im ersten Halbjahr 15,7 Millionen Euro, das waren 3,7 Millionen Euro oder 30,8 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. So erreichte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) im ersten Halbjahr 87,7 Millionen Euro und lag damit um 4,7 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert.

Von besonderer Bedeutung ist, dass auch die operativen Leistungsdaten verbessert werden konnten. Der Vermietungsstand lag Ende des ersten Halbjahres 2017 im Gesamtbestand mit 89,5 Prozent ebenfalls höher als ein Jahr zuvor. Im Kernportfolio erreichte er zur Jahresmitte 2017 mit 90,7 Prozent einen wesentlich besseren Wert. Im Kernbestand nahm die Durchschnittsmiete auf 5,09 Euro je Quadratmeter pro Monat zu. „Mit der Entwicklung im ersten Halbjahr liegen wir gut auf Kurs, um auch unsere ambitionierten Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen“, sagte Krienen. „Die Mieteinnahmen wollen wir um drei Prozent steigern, FFO I von EUR 40 Millionen erzielen und den LTV auf 55 Prozent absenken. Bei den Mieteinnahmen liegen wir voll im Plan. Bei den FFO I wird uns im zweiten Halbjahr zu Gute kommen, dass wir durch die Rückzahlung höherverzinslicher Verbindlichkeiten unsere Zinslasten reduzieren. Und beim LTV liegen wir ebenfalls schon ganz nah an unserem Zielwert.“

Von Friedrich Walstadt

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Kategorie: Allgemein, Wirtschaft

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