Baldiger Terroranschlag in Deutschland sehr wahrscheinlich

| 24. März 2016 | Kommentieren
Haupthaus des Bundeskriminalamtes am Standort Wiesbaden, Quelle: bka.de

Haupthaus des Bundeskriminalamtes am Standort Wiesbaden, Quelle: bka.de

Behörden sind alarmiert

Von Torsten Müller

Berlin – Die Sicherheitsbehörden in Deutschland halten einen baldigen Terroranschlag in unserem Land für sehr wahrscheinlich. Vor allem Auswertungen von sozialen Netzwerken legen den Sicherheitsbehörden zufolge den Schluss nahe, dass ein Anschlag in Deutschland unmittelbar bevorstehe. So teilte das Bundeskriminalamt (BKA) mit: „Nach wie vor gilt, daß Deutschland im Fokus des internationalen Terrorismus steht. Die jüngsten Anschläge in Belgien haben erneut gezeigt, daß die Gefährdung durch den Terrorismus hoch ist und auch in Deutschland eine ernstzunehmende Bedrohungslage besteht.“

Eine besondere Gefahrenlage könnte auch das Testspiel zwischen Deutschland und England mit sich bringen. Auch sei den Sicherheitsbehörden in den vergangenen Wochen eine zunehmende Reisetätigkeit sogenannter Gefährder aufgefallen. Als Gefährder gelten Personen, denen in Deutschland terroristische Anschläge zugetraut werden. Die verdächtigen Personen hätten sich stets nur kurz im Ausland oder Grenzgebiet aufgehalten, um nicht auffallend lange von ihrer Wohnanschrift abwesend zu sein.

Nach den Anschlägen von Brüssel wurde eine Verbleibskontrolle angeordnet. Auffällig war in diesem Zusammenhang, dass sich eine große Zahl der Gefährder im Ausland aufgehalten hat oder noch aufhält. Die Bewegungen hätten in ungewöhnlichem Umfang stattgefunden. Die sogenannten Gefährder, die in der letzten Zeit aus Deutschland ausgereist sind, seien an den Grenzen zu Belgien, Holland, Frankreich, Dänemark und Österreich registriert worden.

Die deutschen Sicherheitsbehörden mussten bereits nach den Anschlägen von Paris im November einräumen, dass sie personell nicht in der Lage sind, alle Gefährder umfassend zu observieren. Aktuell geht das Bundesamt für Verfassungsschutz von 470 Personen aus, die als Gefährder gelten. Nach den Anschlägen auf eine U-Bahnstation und einen Flughafen in Brüssel hatten Medien berichtet, dass die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) rund 400 Personen ausgebildet habe, die demnächst Anschläge in europäischen Städten verüben könnten.

So soll es in Syrien, im Irak und in ehemaligen Sowjet-Republiken Ausbildungscamps des IS geben, in denen Dschihadisten für Anschläge in westlichen Staaten ausgebildet werden. Bemerkenswert ist auch, dass der Drahtzieher der Pariser Anschläge vom 13. November des letzten Jahres behauptet hatte, dass er mit einer 90-köpfigen Gruppe nach Europa eingereist sei.
Das Ziel soll sein, die Frequenz der Anschläge und damit die Angst der Bevölkerungen zu erhöhen.

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Kategorie: Allgemein, Politik

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