Barbara John will Täter von Berlin „loswerden“

| 28. Dezember 2016 | Kommentieren

Die Geister, die man rief

Barbara John (CDU), Foto: Wikipedia/Harald Bischoff

Barbara John (CDU), Foto: Wikipedia/Harald Bischoff

Von Torsten Müller

Berlin – Selbst unter den etablierten Parteien scheint sich herumgesprochen zu haben, dass die Zuwanderung nicht nur Positives zur Folge hat. Die sich häufenden, öffentlichkeitswirksamen Delikte, verübt durch Asylbewerber und Flüchtlinge, sowie die zunehmende Terrorgefahr, die nicht vom gigantischen Asylzustrom der letzten Jahre zu trennen ist, lassen offenbar auch eingefleischte Zuwanderungsbefürworter nachdenklich zurück.

So hat die frühere Berliner Ausländerbeauftragte Barbara John (CDU) Konsequenzen aus der schrecklichen Tat im Berliner U-Bahnhof Schönleinstraße gefordert, bei der sieben Asylbewerber einen schlafenden Obdachlosen anzünden wollten. John dazu wörtlich: „Die Tatverdächtigen werden hoffentlich ein Strafverfahren kriegen, und dann müssen sie verurteilt werden. Es wäre gut, wenn man sie anschließend wieder loswürde, denn wenn das so anfängt, wo soll das enden?“

Die Tat sei laut John „nicht zu begreifen“. Auch sei die Tat zwar nicht darauf zu reduzieren, dass die Täter ganz offensichtlich Flüchtlinge waren, aber sie erklärt dennoch: „Man schluckt und fragt sich, wie es dazu kommen kann, dass man als Gruppenvergnügen einen Menschen verbrennen will. Diese Menschen machen das nicht, weil sie Flüchtlinge sind, sondern weil sie so sind, wie sie sind – jung und verroht. Allerdings müssen wir zugeben können, dass mit den Flüchtlingen eben auch Kriminelle und Psychopathen zu uns kommen.“

Sechs der sieben Tatverdächtigen sollen aus Syrien stammen, ein mutmaßlicher Täter kommt aus Libyen. Haftbefehle wurden bereits erlassen, der Vorwurf lautet: gemeinschaftlicher versuchter Mord. Die Staatsanwaltschaft machte bisher keine Angaben zum Aufenthaltsstatus der Tatverdächtigen, sicher ist, dass sie zwischen 2014 und 2016 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind.

Der Aufenthaltsstatus ist insofern interessant, dass er Aufschluss darüber geben würde, inwieweit die Tat durch eine konsequente ausländer- und asylrechtliche Maßnahme verhindert hätte werden können.

So hätte der islamistische Terroranschlag an der Berliner Gedächtniskirche verhindert werden können, wenn der Täter Anis Amri trotz abgelehnten Asylbescheids nicht geduldet, sondern abgeschoben worden wäre.

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Kategorie: Allgemein, Politik

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