Buchbesprechung: „Der Links-Staat“

| 30. März 2017 | 1 Kommentar
Der Links-Staat von Christian Jung und Torsten Groß

Der Links-Staat von Christian Jung und Torsten Groß

Titel: Der Links-Staat
Autor: Christian Jung, Torsten Groß
Erhältlich hier: Kopp-Verlag

Sollte das Autorenduo Christian Jung und Torsten Groß in „Der Links-Staat“ nach seiner durch 329 angegebene Fundstellen belegten Tiefenrecherche mit der im Vorwort getroffenen Aussage recht haben, dass mit diesem Buch nur die berühmte Spitze des Eisbergs aufgezeigt wird, dann kann einem Himmelangst vor dem gesinnungstotalitären Klima in diesem Land werden. Da jedoch das Verschließen der Augen nicht vor drohenden Gefahren schützt, ist eigentlich das beste Argument schon ausgesprochen, warum man die Lektüre dieses Buches, das das Prädikat Qualitätsjournalismus in jeder Hinsicht verdient, nur wärmstens empfehlen kann. In dem Buch wird nachvollziehbar herausgearbeitet, dass die Entwicklung gar nicht explizit darum geht, den rechten Extremismus zu bekämpfen, sondern allgemein jede sich dem linken Zeitgeist verweigernde Meinung aus der gesellschaftlichen Debatte zu verbannen.

Die beiden Autoren weisen nach, welch vielfältige Unterstützung die linksextreme Antifa seitens des Staats erfährt, sowohl finanziell als auch logistisch, und zwar unter Zuhilfenahme sogenannter freier Träge weitgehend über verdeckte Kapitaltransfers. Christian Jung und Torsten Groß sind in der Lage, Hintergrundinformationen nebst Zahlen, Daten und sogar zahlreichen Namen zu nennen. Indem Christian Jung lange Zeit in der kommunalen Ausländerbehörde der bayerischen Landeshauptstadt als Beamter tätig war, kennt er Vorgehensweise, Zusammenspiel sowie interne Abläufe der Behörden in der bayerischen Landeshauptstadt sehr genau. So wird in dem Buch nachvollziehbar erläutert, dass es beispielsweise in München – aber vergleichbar auch andernorts – eine Art »Stadt-Stasi« gibt, die direkt dem Oberbürgermeister unterstellt ist und die ohne jegliche Rechtsgrundlage Daten und Fotos von politisch unkorrekten Personen sammelt und speichert. Die Rede ist am Beispiel von München von der Fachstelle gegen Rechtsextremismus (FgR), welche dem Oberbürgermeister untersteht. Diese Stelle ordnet Personen anhand ihrer politischen Gesinnung ein und trägt die gewonnenen Daten im Rathaus zusammen. Die von der FgR auf diese Weise erhobenen Daten bleiben den jeweils Betroffenen gänzlich verborgen, weshalb sich auch niemand der Betroffenen gegen diese Art der willkürlichen Vorverurteilung wehren kann. Die Autoren sprechen in diesem Zusammenhang von einem „Fahndungsantifaschismus“.

Es werden ebenso die sechs- bis siebenstelligen Beträge der Stadt München für linke Netzwerke nachgezeichnet. Berichtet wird unter anderem von der Bezuschussung des Kafe Marat, trotzdem dort laut dem Landesamt für Verfassungsschutz zuweilen Anleitungen zum Bau von unkonventionellen Brand- und Sprengvorrichtungen auslagen. Das Buch gibt auch Einblicke in die Vorgaben dieser Vorgehensweisen, indem es den geistigen Vater Saul Alinsky beleuchtet. Kurz gefasst könnte man es mit den Worten eines anderen Rezensenten dieses Buches subsumieren: „DDR 2.0 ist Realität geworden“. Wer sich über die kaum bekannten Querverbindungen, die zwischen dem Linksextremismus und Führungskräften aus Politik und Verwaltung, steuerfinanzierten Stiftungen und den (öffentlich-rechtlichen) Medien bestehen, fachkundig und umfassend informieren möchte, der wird von der Lektüre dieses Buches sicherlich nicht enttäuscht werden.

Von Reinhold Meier

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Kategorie: Allgemein, Buchbesprechungen

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