Das fragwürdige Integrationsverständnis von Volker Beck

| 19. Oktober 2016 | Kommentieren

Deutsche sollen Türkisch oder Arabisch lernen

Volker Beck, Bild: Wikipedia

Volker Beck, Bild: Wikipedia

Von Torsten Müller

Berlin – Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck, der aufgrund einer pikanten Vorgeschichte mit der Droge Crystal Meth ohnehin nicht über den besten Ruf verfügt, hat einen massiven „Shitstorm“ im Internet kassiert. Auslöser für die massenhafte Kritik war eine Einlassung des Grünen-Politikers, der zufolge die Deutschen doch die Sprache der Zuwanderer lernen sollen.

Der Reporter, dem gegenüber Beck diese Aussage tätigte, beschrieb ihm die Situation, dass man als Deutscher in einigen Berliner Stadtteilen, wo hauptsächlich Türkisch gesprochen wird, auffällt und angesprochen wird. Daraufhin entgegnete Beck mit Blick auf die USA: „Dort finden sie ihr Chinatown, dort finden sie die Gegenden, wo die Mexikaner wohnen oder oder je nachdem, welche Community in der Stadt gerade stark ist. Solange die Leute sich demokratisch verhalten ist mir egal, in welcher Sprache die das tun und keiner stört sich hier auf der Straße, wenn jemand Englisch spricht. Das ist ein bisschen ein Unwohlsein, weil man das Gefühl hat, man bekommt was nicht mit aber, wenn einem das wirklich wichtig ist, dann soll man halt diese Sprache lernen, dann kriegt man auch mit, was da läuft.“

Auch hält er nichts davon, dass in Moscheen in deutscher Sprache gepredigt werden soll. Die Gefahr, dass islamische Gebetshäuser zur Hetze gegen sogenannte „Ungläubige“ und zur Rekrutierung von Dschihadisten genutzt werden, blendet der Grüne komplett aus. Beck in diesem Zusammenhang weiter: „Wir haben Gottesdienste immer schon in der katholischen Kirche in Deutschland gehabt, seit der Gastarbeitereinwanderung, auf Kroatisch, auf Italienisch, auf Ukrainisch. Selbstverständlich gehört das zur Religionsfreiheit dazu, und es ist auch ein bisschen Heimat, dass man ein Gottesdienstangebot kriegt in der eigenen Sprache!“

Gewalt sei in der muslimischen Community in Deutschland kein Problem: „Im Islam gibt es problematische Aussagen von manchen, aber die Muslime in Deutschland haben damit in der ganz großen Mehrheit nichts zu tun. Das sind friedliebende Menschen, die an Allah glauben, die gelegentlich mal beten, die manchmal auch in die Moschee gehen und ansonsten den Nachbarn einen guten Mann sein lassen.“

Ähnlich wie nach den skandalösen Vorfällen in der Silvesternacht in Köln übt sich wieder einmal ein prominenter Grüner in Realitätsverleugnung und tut so, als ob es mit der Zuwanderung keine Probleme gebe. Die Idee, dass Deutsche doch am besten die Sprache der Zuwanderer lernen sollten, um diese besser zu verstehen, offenbart in jedem Fall ein sehr sonderbares Verständnis von Integration.

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Kategorie: Allgemein, Politik

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