Die unvergleichliche Claudia Roth vergleicht Sahra Wagenknecht – mit Trump

| 29. Juli 2016 | Kommentieren

Unzusammenhängende Betrachtungen, Teil 5

Donald Trump, Foto: https://www.flickr.com/photos/gageskidmore

Donald Trump, Foto: https://www.flickr.com/photos/gageskidmore

„Trump ist das neue Hitler“ las ich in irgendeinem ins Netz gepurzelten Kommentar. Tatsächlich (aufmerksame Leser stellen fest, daß ich diese Behauptung nicht mit Beispielen belege – ich könnte es aber) finden sich immer häufiger Vergleiche von Personen, welche gegen die herrschende politische Korrektheit verstoßen, mit dem US-amerikanischen Verunsicherer des Establishments.

Als Vergleicherin profilierte sich Claudia Roth, welche ja im Mai noch vollmundig die Visumfreiheit für türkische Staatsbürger gefordert hatte. Warum macht man sowas? Hatte sie geheimes Vorwissen über den kommenden Putsch und wollte fliehenden Erdogan-Anhängern das bundesrepublikanische Schlaraffenland der freien Meinungsäußerung aufschließen? Denn jetzt wäre, angesichts des Chaos in der Türkei, eine solche Forderung ja noch schwerer durchzubringen. Na gut. Das war jetzt nicht so ernst gemeint. Es sollte ein Witz sein. Ich glaube nicht wirklich, daß Claudia Roth irgendwelches Geheimwissen hat.

Aber weiß sie sonst etwas? Anscheinend ja. Und zwar über Physiognomie, Körpersprache und Charakter. Kurze, weißblonde Haare, entschlossenes und männlich-dominantes Auftreten, ein ironischer Zug um die Mundwinkel, die Ausstrahlung eines hart gewordenen Beach Boys, Mister America, das ist – Sahra Wagenknecht.

Zumindest nach Claudia Roth, denn diese hat, wie dem bisherigen Text bereits entnommen werden konnte, Frau Wagenknecht mit keinem geringeren als dem aktuellen republikanischen Präsidentschaftskandidaten verglichen. Dabei ging es vor allem um Aussagen von Frau Wagenknecht, wo sie die extremistische Politik der offenen Grenzen einer Angela Merkel kritisierte und angesichts der jüngsten Attentate bemerkte „dass die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern mit erheblichen Problemen verbunden“ sei, was zu einer seither anhaltenden erbitterten Debatte innerhalb der Linkspartei führte, welcher Frau Roth übrigens nicht angehört.

„Probleme“ mit Flüchtlingen und Zuwanderern? Als Halbiranerin ist Frau Wagenknecht ja eh zur Hälfte rechtsextrem, wie wir seit der Bluttat eines Ali Sonboly ausrechnen können, schließlich bedeutet Iran „Land der Arier“ . Aber muß sie das dann auch noch mit solchen Aussagen belegen, einem ihren Rechtsextremismus mit ihren geistigen Springerstiefeln förmlich in das Gesicht einmassieren? Da helfen auch keine späteren Relativierungen.

Inzwischen hat Frau Wagenknecht überdies im Hinblick auf Angela Merkels Sommerkonferenz noch nachgelegt: „Es ist bedauerlich, dass Deutschland in der aktuellen schwierigen Situation von einer Kanzlerin regiert wird, die die Tragweite der Probleme offenbar bis heute nicht erfasst hat oder nicht sehen will.“ Ob Angela Merkel und Claudia Roth sich nun zum gemeinsamen Hyperventilieren im Keller des Weiße Hauses treffen, solange Obama noch an der Macht ist? Und ob da der Trump-Vergleich noch ausreicht?

Und jetzt, Frau Roth, halten Sie bitte den Atem an: schauen Sie in den Spiegel! Wen sehen Sie dort? Und anschließend stellen Sie sich vor, ich würde Sie – rein hypothetisch, denn ich fürchte mich vor Strafanzeigen – mit dieser Person vergleichen…

Stichworte: , , , , , , , ,

Kategorie: Allgemein, Satire

Kommentar schreiben