Einbruchskriminalität in Deutschland ufert aus

| 31. März 2016 | Kommentieren

einbruchbildWachsende Einbruchskriminalität

Von Torsten Müller

Berlin – Die Kriminalität in Deutschland ist auf dem Vormarsch. Bereits seit Jahren steht die Polizei vor dem Problem, vor allem die Einbruchskriminalität nicht in den Griff zu bekommen. Auch die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) macht deutlich, welche Folgen die Polizeireformen der Länder mit sich gebracht haben. In den letzten 15 Jahren wurden rund 16.000 Stellen bei der Polizei eingespart, weshalb die polizeiliche Strategie, durch regelmäßige Streifen und verstärkte Präsenz Einbrüche und andere Eigentumsdelikte zu verhindern, nicht mehr wirksam umzusetzen ist.

Im Jahr 2015 wurde bei Einbruchsdelikten nun ein neuer Rekordwert registriert. Im Vergleich zum Jahr 2014 stieg die Zahl der Einbrüche um 9,9 Prozent auf 167.136 Fälle. Schon die hohe Zahl aus dem Jahr 2014 hatte einen Rekordwert dargestellt. Bereits nach dem Vorstellen der Kriminalitätsstatistik des Jahres 2014 wurde seitens des Bundesinnenministers Thomas de Maizière (CDU) und seiner Länderkollegen angekündigt, ein Konzept zur besseren Bekämpfung der organisierten Kriminalität zu erarbeiten. Doch es scheint bisher bei bloßer Ankündigungsrhetorik geblieben zu sein.

Einbruchsdelikte haben für die Opfer nicht nur materielle Konsequenzen. Die Opfer derartiger Delikte leiden oft noch Monate und Jahre später unter der psychischen Belastung, die das Eindringen Fremder in die eigenen vier Wände mit sich bringt. Rund 25 Prozent der Betroffenen wollen nach Einbrüchen die Wohnung wechseln, weil sie unter Angstgefühlen und Schlafstörungen leiden.

Dass auch die Zunahme der Einbruchskriminalität von der Politik der offenen Grenzen nicht zu trennen ist, macht die Tatsache deutlich, dass die organisierten Einbrecherbanden zumeist aus Osteuropa stammen und mit der Beute über die offenen Grenzen verschwinden.

Doch nicht nur Eigentumsdelikte haben Konjunktur, die Kriminalität in Deutschland ist insgesamt um 4,1 Prozent gestiegen. Die Aufklärungsquote ist mit 56,3 Prozent weiterhin sehr gering. Auch die Zahl der Straftaten gegen das Ausländer- und Asylrecht ist massiv angestiegen.

Die Zahlen führen klar vor Augen, dass die Sparmaßnahmen von Bund und Ländern im Sicherheitsbereich dazu geführt haben, dass sie Polizei immer weniger in der Lage ist, durch flächendeckende Präsenz Straftaten zu verhindern. Geringe Aufklärungsquoten vor allem im Bereich der Einbruchs- und Diebstahlskriminalität tun ihr Übriges dazu, dass Deutschland im Fokus international organisierter Banden steht.

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Kategorie: Allgemein, Politik

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