Hauptversammlung der Oil & Gas Invest AG nun im Dezember

| 18. November 2016 | Kommentieren

Schweigespirale um Jürgen Wagentrotz‘ OGI AG

OIL & GAS INVEST AG (OGI), Quelle: OIL & GAS INVEST AG

OIL & GAS INVEST AG (OGI) von Jürgen Wagentrotz, Quelle: OIL & GAS INVEST AG

Von Rüdiger Dietrich

Berlin – Es ist nicht neu, dass es bei der Oil & Gas Invest AG (OGI) um Jürgen Wagentrotz zuweilen etwas turbulent zuzugehen scheint. Erst löst der Hauptaktionär seinen Nachfolger nach nur kurzer Zeit selbst wieder im Vorstandsamt ab, dann werden kaum nach Auflage Finanzprodukte wieder vom Markt genommen. Dem folgen Gerüchte um Kontenpfändungen, über die jedoch die Öffentlichkeit ebenso wenig Konkretes erfährt, wie über angebliche Ermittlungsverfahren gegen den frisch ins Amt geholten Vertriebschef Carsten Volkening. Wechsel im Aufsichtsrat erfolgen. Eine für September angesetzte ordentlich Hauptversammlung wird auf den 15. November verschoben und soll nun doch erst am 13. Dezember stattfinden. Die Pressearbeit ist spärlich – die letzte Presseerklärung ist vom 05. Juli – und die Auskunftsfreudigkeit bei Nachfragen nahezu Null. Zwar dringt so manches an die Ohren, nur nicht, ob nun inzwischen mit Ölbohrungen begonnen wurde. Immerhin wäre dies der Eigentliche Auftrag eines Ölförderers.

Auf die Gründe der erneuten Verschiebung der Hauptversammlung angesprochen, wurde sich ebenso wenig geäußert, wie zu Nachfragen hinsichtlich irgendwelcher Bohrfortschritte. Immerhin hieß es, dass beispielsweise im August mit Bohrungen im sog. Jones Trust-Gebiet hätte begonnen werden sollen (Nortexa berichtete: http://www.nortexa.de/ordentliche-hauptversammlung-der-ogi-ag-mitte-november/). Der Tagesordnung zur anstehenden Hauptversammlung ist zu entnehmen, dass vorgeschlagen wird, für das Geschäftsjahr 2015 weder den vormaligen Vorstand Günter Döring, noch den seinerzeitigen Aufsichtsrat – sprich Christof Kummer, Stefan Erich Becker und Joachim Storch – zu entlasten. Gegenwärtig bilden den Aufsichtsrat Frank Fleschenberg, Christian Neureuther und Sebastian Gross. Dies alles riecht nach Unzufriedenheit und Schuldzuweisungen. Nur ist man vorerst weiter auf Spekulationen angewiesen, weil sich OGI weiter bedeckt hält. Man bedankt sich zwar artig nach Anfragen für das Interesse an OGI, bedient dieses Interesse jedoch nicht. Nicht zum ersten Mal wurde – wie zuletzt am 17.11. – einzig der Standardsatz mitgeteilt: „Für die Öffentlichkeit relevante Informationen werden wir zu gegebener Zeit bekanntgeben.“ So ähnlich hörte sich dies bereits seit Anfang Juli an.

Inwiefern Dr. Tilmann Pradt, der zwischenzeitlich bei anderen Firmen-PR betreffender Engagements ausgeschieden sein soll, noch für OGI im Dienst steht, entzieht sich unserer Kenntnis. Zumindest stammt die aktuelle Auskunftsverweigerung gegenüber Nortexa nicht von ihm. Immerhin stellte man in Aussicht, uns gerne berücksichtigen und unaufgefordert auf uns zurückkommen zu wollen. Spätestens nach der Hauptversammlung im Dezember – so diese nicht erneut verschoben wird – dürfte der gegebene Zeitpunkt gekommen sein, eine etwas transparentere Öffentlichkeitsarbeit an den Tag zu legen.

Stichworte: , , , , , , , , , , , , , ,

Kategorie: Allgemein, Wirtschaft

Kommentar schreiben