Hauptversammlung: OGI AG beruft sich auf Geheimhaltungspflicht

| 19. Dezember 2016 | Kommentieren

Weiter großes Schweigen um Jürgen Wagentrotz OGI AG

OIL & GAS INVEST AG (OGI), Quelle: OIL & GAS INVEST AG

OIL & GAS INVEST AG (OGI), Quelle: OIL & GAS INVEST AG

Von Rüdiger Dietrich

Berlin – Wenn die Bohrerfolge auf den amerikanischen Claims des Erdölförderers „Oil & Gas Invest AG“ (OGI AG) um Alleinvorstand Jürgen Wagentrotz ebenso spärlich sind, wie der Informationsfluss beim redaktionellen Nachbohren, dürfte es schlecht um das Unternehmen bestellt sein. Man möchte meinen, dass ein Unternehmen in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft auch über den eigenen Dunstkreis hinaus einigermaßen um Transparenz bemüht ist und, insbesondere wenn es sich um keinen der ganz großen „global player“ mit engen Medienverbindungen handelt, ein gewisses Interesse im Umgang mit Nachrichtenorganen an den Tag gelegt wird. Doch weit gefehlt im Falle der OGI AG. Auch nach Vollzug der mehrfach verschobenen Hauptversammlung hält sich das Unternehmen nicht nur mit Informationen bedeckt, sondern verschließt sich geradezu jeglicher Informationspolitik. Dergestalt dürfte es jedoch schwerlich gelingen, zahlreiche im Raum stehende Spekulationen auszuräumen bzw. klarzustellen.

Die ordentliche Hauptversammlung vom 13. Dezember (Nortexa berichtete: http://www.nortexa.de/hauptversammlung-der-oil-gas-invest-ag-nun-im-dezember/) sollte ursprünglich bereits im September stattfinden, wurde jedoch erst auf den 15. November und dann erneut verschoben. Über die genauen Gründe hielt man sich bei OGI bedeckt. Trotz einer zuständigen Pressestelle – der Business Network Marketing- und Verlagsgesellschaft mbH – scheint die Pressearbeit selbst seit in etwa einem halben Jahr tot zu sein, zumindest gemessen am Veröffentlichungsdatum der letzten zugänglichen Pressemitteilung. Fragen zu den Gerüchten um Kontenpfändungen, über angebliche Ermittlungsverfahren gegen den Vertriebschef Carsten Volkening oder dem Fortgang auf den Bohrfeldern bleiben nach wie vor unbeantwortet. Mitte November hieß es, dass zu “gegebener Zeit” und bei Vorliegen “relevanter Informationen” das Unternehmen an die Öffentlichkeit treten würde. Offenbar stellt eine ordentliche Hauptversammlung auch nach zweimaliger Verschiebung weder einen „gegebenen Zeitpunkt“ darzustellen, noch “relevante Informationen” zu beinhalten.

Über den Kreis der Aktionäre hinaus, sind keine Informationen zu erhalten. Auf Nachfrage der Nortexa-Redakion hieß es nur: „Die Ergebnisse der Hauptversammlung sind für unsere Aktionäre (Anm. d. Red.: bislang nur für solche) auf der Website der OGI AG einsehbar. Informationen zu unseren Geschäftsaktivitäten unterliegen aus Wettbewerbsgründen der Geheimhaltungspflicht. Daher bitten wir um Verständnis, dass wir zur Zeit keine Einzelheiten bekannt geben können.“ – Mit Ausnahme, dass Redaktionsanfragen nicht mehr von Dr. Tilmann Pradt beantwortet werden, weiß man somit wenig Neues zur OGI AG.

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Kategorie: Allgemein, Wirtschaft

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