Hoteltransaktionen an der Tagesordnung bei Wolfgang Eggers Patrizia AG

| 27. März 2016 | Kommentieren
Wolfgang Egger, Vorstandsvorsitzender der PATRIZIA Gruppe. Quelle: patrizia.ag

Wolfgang Egger, Vorstandsvorsitzender der PATRIZIA Gruppe. Quelle: patrizia.ag

Spezialimmobilien

Von Friedrich Walstadt

Augsburg/Freiburg – Spezialimmobilien bezeichnet die Patrizia AG als eine ihrer Spezialitäten und zu solchen Spezialimmobilien zählen unter anderem auch Hotels. Insbesondere in dieser Asset-Klasse baut Patrizia ihr Engagement kontinuierlich aus und betreut mittlerweile ein Immobilienvermögen von rund 600 Mio. €. Dass diese Entwicklung als noch nicht abgeschlossen betrachtet werden darf, unterstrich das Immobilienunternehmen mit dem jüngsten durch einen von Patrizia verwalteten Hotelimmobilienfonds erfolgten Ankauf einer Projektentwicklung für zwei Hotels in Freiburg. Das Immobilien-Investmenthaus beansprucht für sich das Know-how, die besonderen Renditechancen für Investitionen in Betreiberimmobilien wie Hotels zu nutzen und bietet als eines der führenden europäischen Immobilien-Investmenthäuser institutionellen Anlegern die Möglichkeit, in Spezialimmobilien zu investieren, die eine besondere Kompetenz erfordern. Die beiden neu im Patrizia-Bestand befindlichen Häuser mit zusammen 380 Zimmer werden voraussichtlich im März 2017 eröffnen.

Die Hotels werden unter den Marken Hampton by Hilton und Wyndham Super 8 von der Primestar Gruppe betrieben. Dabei handelt es sich um Marken der Hotelketten Hilton und Wyndham, die zu den weltweit größten Hotelunternehmen zählen. Mit den Betreibern konnten Mietverträge über jeweils 25 Jahre mit Verlängerungsoption um weitere fünf Jahre geschlossen werden. Die Hotels entstehen am nördlichen Rand der Innenstadt. Zur Lage der beiden Investitionen ließ das Unternehmen wissen, dass auf einem alten Güterbahnhofgelände mit einer Fläche von knapp 400.000 Quadratmetern unter dem Namen „Gare Du Nord“ ein neues Stadtquartier mit Gewerbe und Wohnungen für rund 2.000 Menschen errichtet werde. In unmittelbarer Nähe der Hotels befindet sich die Freiburger Messe und das geplante neue SC-Fußballstadion mit 35.000 Sitzplätzen. Nicht weit entfernt sind außerdem zahlreiche Gewerbebetriebe und Forschungseinrichtungen, wie das Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechniken und das Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik, hieß es in einer Pressemitteilung. Die östlich am Quartier vorbei führende B3 ist die direkte Verbindung zur Stadtmitte.

„Freiburg hat die höchste Bettenauslastung in Baden-Württemberg. Bezogen auf die Zimmerauslastung der Kettenhotellerie erzielt Freiburg hinter München und Hamburg bundesweit sogar den dritten Platz. Zwei moderne Hotelkonzepte an diesem starken, regionalen Hotelmarkt in Verbindung mit sehr lang laufenden Mietverträgen versprechen eine hohe Ertragskraft und Wertstabilität für unsere Investoren“, erläutert Douglas Waibel von Patriza das Investment. „Dank der hier entstehenden Hotelneubauten kann sich der seit 1987 anhaltende Positivtrend in den Übernachtungszahlen auch in Zukunft weiter fortsetzen. Freiburg wächst damit in eine neue touristische Dimension“, ließ sich Herr Dr. Bernd Dallmann, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG zitieren. Erst vor wenigen Wochen erwarb die Immobiliengesellschaft Patrizia vom Projektentwickler KSW ein 177 Zimmer umfassendes Vier-Sterne-Hotel im „Kosmos Ensemble“ in der Leipziger Innenstadt, bezüglich dem mit der Hotelgruppe Meliá Hotels ein Pachtvertrag über 20,5 Jahre mit Verlängerungsoptionen um weitere zehn Jahre geschlossen werden konnte. Der Vorstand um Wolfgang Egger, Karim Bohn und Klaus Schmitt steht in seiner gegenwärtigen Strategie offensichtlich für eine hohe Schlagzahl bei Hoteltransaktionen.

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Kategorie: Allgemein, Finanzen

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