„Ich halte nichts von Chauvinismus“ – im Gespräch mit Frank Krämer

| 17. August 2016 | Kommentieren

Die andere Seite von „Multikulti trifft Nationalismus“

Frank Krämer

Frank Krämer

Nachdem Nortexa vor kurzem die Gelegenheit hatte, Nana Domena vom einzigartigen Gesprächsprojekt „Multikulti trifft Nationalismus“ zu interviewen, haben wir auch an seinen Partner, den bekennenden Nationalisten und Rockmusiker Frank Krämer einige Fragen gerichtet.

Die Fragen stellte Ruedi Strese

Nortexa: Herr Krämer, die Geschichte von „Multikulti trifft Nationalismus“ an sich ist ja bereits spannend genug und sicher Anlaß zum Hyperventilieren für Fanatiker jeglicher Art…

Krämer: Das kann durchaus sein, obwohl hier die gesicherten Beweise fehlen. Bis auf wenige Ausnahmen war nämlich weder von sogenannten Antifaschisten noch von Seiten der Systempresse eine Reaktion erfolgt. Gerade erstere sind immer schnell dabei, sich auf jeden Nationalisten zu stürzen, der in die Öffentlichkeit geht. Da dies nicht geschah, kann man davon ausgehen, daß gewisse Kreise mit dem Projekt überfordert sind.

Nortexa: Uns interessiert dabei auch die Chronik, wie es dazu kam. Wie war das eigentlich, als Sie Nana Domena kennenlernten? Sie waren dort auf einer PEGIDA-Demo, und plötzlich kam Herr Domena mit Kameramann auf Sie zu, und Sie begannen ein Gespräch, sehr zur Verwunderung der anwesenden Presse, die vielleicht auf eine gewaltsame Auseinandersetzung gehofft hatten, ist das richtig?

Krämer: Nicht ganz. Nana kam alleine mit einer kleinen Handkamera zur Pegida-Demo und suchte das Gespräch mit den Teilnehmern. Bei den Meisten bestand jedoch kein sonderliches Interesse. Daraufhin bin ich dann zu ihm hin und habe ihm die Beweggründe meiner Teilnahme an der Demo erklärt und was meiner Meinung nach alles falsch läuft in Sachen Masseneinwanderung. Anfangs richteten die anwesende Presse die Kameras auf uns. Als es aber nicht zum erwarteten Eklat kam, schwenkten diese schnell wieder weg.

Nortexa: Wir kennen ja nur den Teil Ihres Gesprächs bei PEGIDA, der im Netz als Video veröffentlicht wurde. Wie ging es dann weiter? Sie tauschten die Kontakte aus, daraus ergab sich ein Schriftwechsel und schließlich das erste Video…

Frank Krämer und Nana Domena

Frank Krämer und Nana Domena

Krämer: Genau. Ich kontaktierte Nana nach der Veröffentlichung des Videos auf seinem Facebook Profil, bedankte mich für das faire Schneiden meiner Aussagen und machte ihm das Angebot, ihn für meinen Blog Der dritte Blickwinkel zu befragen. Seitdem stehen wir in regelmäßigen Kontakt.

Nortexa: Eine Zusammenarbeit, der Sie zuerst mit Skepsis begegneten, oder konnten Sie da ganz unbefangen rangehen?

Krämer: Unbefangen war ich sicherlich nicht. Man weiß ja nie, mit was für einer Intention derjenige an die Sache ran geht, der später das Videomaterial zusammenschneidet und wieviel an Wahrheitsgehalt am Ende übrigbleibt. Diesbezüglich verlief aber alles absolut fair.

Nortexa: Mit Ihren Projekten Stahlgewitter und Halgadom bewegen Sie sich bekanntermaßen in der nationalistischen Musikszene. Wie waren die Reaktionen von dort?

Krämer: Die Reaktionen, die mich persönlich erreicht haben, waren absolut positiv. Wobei ebenso Nana Respekt gezollt wurde, daß er sich so offen und ehrlich mit meinen Positionen auseinandergesetzt hat.

Nortexa: Als eine zentrale Botschaft dieser Zusammenarbeit Ihrerseits sehe ich so etwas wie eine Verteidigung des ethnischen Prinzips bei gleichzeitiger Zurückweisung des Chauvinismus… würden Sie dieser Deutung zustimmen?

Krämer: Auf jeden Fall! Jedes Volk und jede Rasse hat auf diesem Planeten eine Existenzberechtigung. Daher halte ich als Nationalist nichts von Chauvinismus, obwohl mir dieser unreflektiert oft vorgeworfen wird. Jedes Volk hat seinen angestammten Lebensraum, den Nationalstaat. Nur dort, also in einer homogenen Gemeinschaft, besteht für jeden Menschen das Maximum an persönlicher Freiheit.

Nortexa: Nach den zwei gemeinsamen Videos wurde zur großen Gesprächsrunde geladen. Möchten Sie uns etwas mehr Details über die Schwierigkeiten im Vorfeld der Veranstaltung verraten?

Frank Krämer

Frank Krämer

Krämer: Es wurde Druck auf die Betreiberin des ersten Veranstaltungsortes ausgeübt. So hieß es, ich sei ein vorbestrafter Neonazi und gefährlich. Bis zu diesem Zeitpunkt wußte ich nichts davon, vorbestraft zu sein…. Eine Ausweichlokalität wurde schnell gefunden. Dann war eine Dame, die mitdiskutieren wollte, auf Grund der Teilnahme von Christopher v. Mengersen (Pro NRW) abgesprungen. Ein FDPler wußte plötzlich nichts mehr von seiner Zusage, hatte plötzlich keine Zeit und gab später zu verstehen, daß man mit „Rechten“ überhaupt nicht reden dürfe. Das Zeitproblem war also nur vorgeschoben. Dazu kam, daß man über seine Kunden Druck auf Nana Domena ausgeübt hat. Diesem hat er Stand gehalten, wofür ich ihm als Selbständigem Hochachtung zolle.

Nortexa: Die Vertreter der etablierten Parteien haben bei Ihrer gemeinsamen Diskussionsrunde durchweg gekniffen…

Krämer: Leider ja. Immerhin sind es die etablierten demokratischen Gruppierungen, die für die verheerenden Zustände verantwortlich sind. Wir haben Einladungen an Vertreter aller dieser Gruppierungen verschickt. Angeblich hatte keiner Zeit oder es kam gar keine Reaktion. Hier sehen wir die Arroganz und Überheblichkeit, oder auch die Angst, sich einem echten Diskurs zu stellen.

Nortexa: Wie ist Ihr Fazit aus dieser Diskussion? Was denken Sie, haben die anwesenden Personen etwas voneinander lernen können? Haben sich weitergehende Kontakte über ideologische Grenzen hinweg ergeben?

Frank Krämer und Nana Domena

Frank Krämer und Nana Domena

Krämer: Sicherlich hat keiner auf dem Podium den anderen überzeugen können. Aber das war auch gar nicht das Ziel. Ziel war es, zu einem Thema verschiedenen Standpunkten Raum zu geben. Denn nur so ist für einen Außenstehenden überhaupt möglich, sich eine Meinung zu einem Thema zu bilden. Ich bin aber zumindest davon überzeugt, daß wir allen und somit auch den Mitdiskutanten, zeigen konnten, daß Rechte oder Nationalisten nicht die hirnlosen Spinner sind, wie sie die Lügenpresse gerne propagiert, sondern daß wir durchaus in der Lage sind, unsere Standpunkte logisch und sachlich dar zu legen.

Nortexa: Wie wird es mit dem Projekt weitergehen?

Krämer: Das wird sich zeigen, wie sich die Umstände entwickeln. Wir werden versuchen, Gesprächspartner zu bekommen, die sich mit uns an einen Tisch setzen und mit uns diskutieren. Gerne auch Vertreter der demokratischen Gruppierungen. Vielleicht auch noch mal eine Podiumsdiskussion im größeren Rahmen, wie im Juni diesen Jahres. Aber da ist noch nichts Genaues geplant. Wer Interesse hat und auf dem Laufenden bleiben möchte, soll ab und an unseren Blog unter www.multikultitrifftnationalismus.wordpress.com besuchen.

Nortexa: Herr Krämer, wir danken Ihnen für das Gespräch!

 

Zur Person: Frank Krämer, Jahrgang 1977, ist seit seiner Jugend in der nationalistischen Bewegung aktiv. Bekannt wurde er vor allem als Gitarrist der Rockgruppe Stahlgewitter sowie des Metal-/Neofolk-Projekts Halgadom. Zu Beginn des Jahres 2016 lernte er auf einer PEGIDA-Demonstration den schwarzen Moderator Nana Domena kennen, woraus sich ein sehr offener und kontinuierlicher Meinungsaustausch entwickelte.

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Kategorie: Allgemein, Im Gespräch

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