Im Gespräch mit Cengiz Ehliz, FlexCom-Gründer und weeConomy-Präsident

| 26. Oktober 2016 | 1 Kommentar

„Transnationales Cash-Back-System in Echtzeit“

Cengiz Ehliz, FlexCom-Gründer und weeConomy-Präsident

Cengiz Ehliz, FlexCom-Gründer und weeConomy-Präsident

Von Rüdiger Dietrich

Kreuzlingen/München – Die Motivation für die Nutzung der Rabatt- und Bonussysteme ist vor allem in attraktiven Prämien und zusätzlicher Ersparnis begründet, wobei das System eine umso höhere Kundenakzeptanz aufweist, je einfacher und nachvollziehbarer sich die Bonusauszahlung gestaltet. Das in bisher 24 Ländern eingeführte Cashback-System der weeConomy AG ist eine Kombination von Mobil-Commerce, weltweitem E-Commerce, Franchising und die Einbindung von stationärem Handel und Dienstleistern. Das Unternehmen versuchte in jüngster Zeit mit großangelegten Events sein Produkt zu bewerben bzw. auf eine neue Ära seines Geschäftsmodells aufmerksam zu machen. So erst unlängst in der Münchner Olympiahalle geschehen, was zudem mit einem Auftritt der prominenten Sängerin Anastacia garniert wurde (Nortexa berichtete: http://www.nortexa.de/cengiz-ehliz-nutzt-in-der-olympiahalle-die-weeconomy-showbuehne/). Nach so vielen Effekten interessierte sich Nortexa auch für die dazugehörigen Fakten und sprach mit Cengiz Ehliz.

Nortexa: Herr Ehliz, Sie sind Firmengründer von FlexCom, dem – wenn man das so sagen darf – logistischen Fundament von weeCONOMY: Was ist gegenwärtig genau Ihre Aufgabe innerhalb des wee-Geschäftsfeldes?

Cengiz Ehliz: Ja, mit der weeCONOMY Group als Mutterkonzern haben wir die konzeptionelle und operative Basis für das erarbeitet, was als Geschäftsidee unter dem Markennamen wee die Zukunft des Einkaufens revolutionieren wird. Global, national, regional und lokal. Die FlexCom firmiert unter der weeCONOMY und kümmert sich hierbei exklusiv um den Vertrieb des Produktes wee. Ich selbst bin leidenschaftlicher Unternehmer. Vor 10 Jahren wurde das Baby als Idee geboren, seit 2010 beginnt es zu laufen. Heute, sechs Jahre später, ist unsere damalige Vision bereits auf drei Kontinenten erfolgreich verankert. Im Kern meiner wee-Vision steht die Einführung und Implementierung von wee als glänzende globale Marke, unter der unterschiedlichste wee-Teilmarken für attraktive Produkte und Leistungen stehen.

Als Präsident bin ich Impulsgeber für unser globales Projekt. Dabei definiere ich die Ziele. Und überprüfe. Bei der operativen Umsetzung verlasse ich mich auf ein hoch-professionelles Management-Team und an der Basis auf viele tausend hochmotivierte Vertriebspartner unter dem Markendach von weeCONOMY.

Nortexa: In wenigen Sätzen: Was muss man sich unter der Ankündigung „Ära wee2.0“ konkret vorstellen?

Cengiz Ehliz: Lassen Sie es mich mit einem Bild darstellen. Wenn man sich wee 1.0 als gut laufenden Dieselmotor mit 60 PS vorstellt, dann beinhaltet wee 2.0 nicht nur einen technologischen Quantensprung. Um im Bild zu bleiben: wee 2.0 wäre als innovativer Hybridmotor mit unterschiedlichsten Leistungsangeboten für alle gängigen Fahrzeuge in allen Ländern dieser Erde zu bezeichnen.

Technik, Vertrieb, Kommunikation, Marketing, E-Commerce-Prozesse, Human Ressources, Kundenbindung – all diese Instrumente sind die Treiber von weeCONOMY und so miteinander vernetzt, dass im Zentrum unseres Geschäftsmodells eine revolutionäre Karte oder eine App steht, die transnational in Echtzeit als Cashback-System funktioniert. Von diesem System profitieren Händler und deren Kunden gleichermassen. Dabei sind sowohl die physischen, als auch die virtuellen Marktplätze im System von weeCONOMY vollumfänglich integriert. Die Summe der Einzelhändler vor Ort ist ein schlafender Riese. Gemeinsam digitalisieren, diversifizieren und kapitalisieren wir – im Sinne aller Händler und Verbraucher – egal ob jung oder alt, vermögend oder bedürftig.

Die Philosophie von wee 2.0 bedeutet aber beispielsweise auch, dass wir über das Geschäftsmodell hinaus Verantwortung übernehmen und uns sozial engagieren. Für uns ist es selbstverständlich, ein gutes Stück unseres Erfolges an die Menschen zurück zu geben, die weniger Chancen oder Glück im Leben haben.

Nortexa: Wie wichtig ist im Cash-Back-Markt Innovationsfähigkeit und welche Innovationen sind seitens weeCONOMY auf dem deutschen Markt die nächsten Monate zu erwarten?

wee

wee

Cengiz Ehliz: Innovationen zu entwickeln ist die Voraussetzung, um im hart umkämpften Markt die notwendige Monopolstellung zu erhalten. Aber allein damit ist es nicht getan! Die Alleinstellung muss sich nachhaltig bewähren und von den Kunden angenommen werden. Das heißt für uns – umfassend informieren, glaubwürdig kommunizieren. Dabei ist Schnelligkeit wichtig! Für mich persönlich wäre das aber immer noch zu wenig. Ich möchte, dass die weeCard ein integrativer Bestandteil des täglichen Lebens für Händler und Verbraucher wird. Weil der Alltag mit der weeCard einfacher und bequemer, wesentlich aber kostengünstiger wird, und am Ende des Tages jeder vom aktiven Einsatz seiner weeCard finanziell profitieren kann. Und das auch auf seinem Bankkonto sieht, wohin entsprechende wee also Rabatte auf Käufe, ausgezahlt werden können. In Ländern mit Euro als Landeswährung entspricht ein wee einem Euro.

Im Gegensatz zu vielen Marktbegleitern ist unser Ansatz umfassend und flächendeckend. Wir konzentrieren uns nicht auf online oder offline, nicht auf große Handelsketten oder segmentierte Märkte. Wir erschließen die Märkte lokal – und integrieren dabei den Einzelhandel umfassend. Vom Pizzabäcker über den Autohändler bis hin zum Onlineshop. Wenn der Verbraucher beim Pizzabäcker einkauft, werden seine wee direkt angerechnet, er bezahlt weniger. Das System beinhaltet beispielsweise auch ein weePosTerminal am Point of Sale des Händlers. Dieses Tool ist direkt mit unserer Datenbank verbunden. Der Händler hat so gut wie keinen Aufwand, da wir ihm mit einem integrierten Backoffice-System die Arbeit abnehmen. Apropos Innovation: Nächstes Jahr starten wir mit den kostenlosen Lieferservice weeBring von weeCONOMY .

Nortexa: Wie verlief die Entwicklung innerhalb der vergangenen 12 Monate? Können Sie besonders erfolgreiche Projekte, Kooperationen und vielleicht einige die Entwicklung veranschaulichende Zahlen nennen?

Cengiz Ehliz: Das vergangene Jahr war in unterschiedlichsten Ländern weiterhin geprägt von Markterschliessung und Marktdurchdringung. wee ist bei 25.000 lokalen Händlern in 24 Ländern verfügbar. Damit unterstützen wir den Einzelhandel an sich. Mit den positiven Erfahrungen von wee 1.0 programmiert ein audit-geprüftes, namhaftes deutsches Unternehmen, die technologische wee 2.0-Plattform. Alle Stresstests laufen dabei positiv. Parallel haben wir hart daran gearbeitet, unser wee-Team nachhaltig ausbauen. Ich schätze, dass sich inzwischen weltweit rund 10.000 Menschen in den Dienst von weeCONOMY stellen. Neben der Bearbeitung unserer technischen Aufgaben sind wir dabei, ein internationales Partnerkonzept zu finalisieren. Der Roll-Out ist in über 50 Ländern geplant.

Nortexa: Es war zu hören, dass dem weeCONOMY-Netzwerk auch bereits große Ketten und Onlineshops angehören. Andererseits will weeCONOMY nach Eigenbekunden den lokalen Einzelhandel und die kleineren Unternehmensstrukturen mit seinem Angebot stützen. Sehen Sie hier keinen Zielkonflikt bzw. wie kann hier die Balance gehalten werden?

Cengiz Ehliz: Wir sind generell der Partner des Handels. Das schliesst beispielsweise auch Onlineshops mit ein. Aber im Fokus von weeCONOMY steht der Einzelhändler vor Ort. Diesen stärken, diesem helfen wir! So können beim Onlinehandel erzielte Rabatte vom Kunden nur beim Einzelhändler eingelöst – alternativ über unsere Partnerbank ausbezahlt werden. Zudem hat der Kunde in naher Zukunft die Möglichkeit, sich einen weeVoucher ausstellen zu lassen. Dieser findet auch Anwendung beim Kauf in Onlineshops. Aber auch hiervon profitiert der Einzelhändler aufgrund unserer Systematik direkt.

Nortexa: Sie agieren international, sogar über Europa hinaus: Gibt es Unterschiede oder Besonderheiten am deutschen Markt, und wenn ja, welche?

Cengiz Ehliz: Jedes Land unterscheidet sich beim Einzelhandel mehr oder weniger. Nehmen Sie die teils noch gut funktionierenden urbanen Einzelhandelsstrukturen in Italien, Griechenland oder Spanien. Oder betrachten Sie die aktuellen Veränderungen beim Einzelhandel in Polen oder Tschechien, die europaweite Ausprägung des E-Commerce. Unser System ist so aufgebaut, dass es einerseits transnational, also über Ländergrenzen hinweg, andererseits in jedem einzelnen Ländermarkt unterschiedlicher Kontinente mit unterschiedlichsten Handelsstrukturen oder Währungen funktioniert. Die weltweit gesammelten wee können an jedem teilnehmenden weePartner dieser Erde eingelöst werden.

Nortexa: Welchen Anteil am Gesamtgeschäft von weeCONOMY hat der deutsche Markt derzeit?

Cengiz Ehliz: Deutschland verfügt über die wichtigste Volkswirtschaft in Europa, hat eine ausgeprägte Kaufkraft. Und die Deutschen vertrauen dem Einzelhandel. Deshalb ist für weeCONOMY Deutschland sehr wichtig! Aktuell verbuchen wir in Deutschland 8% unserer Umsätze – mit steigender Tendenz

Nortexa: Abschliessend, Sie sind Mitglied im Europäischen Wirtschaftssenat. Haben Sie darin eine spezielle Aufgabe, und welchen Nutzen kann weeCONOMY aus Ihrer Senatsfunktion ziehen?

Cengiz Ehliz: Für mich als Unternehmer beinhaltet die jüngst erfolgte Mitgliedschaft im Europäischen Wirtschaftssenat eine Auszeichnung und Ehre gleichermassen. Hier gilt es den Ruf von „Made in Germany“ in Europa zu stärken, Kompetenzen und Know-how pro bono in spannende Aufgabenstellungen einzubringen. Und natürlich ergeben sich auch Synergien, die ich für weeCONOMY im Sinne der Senatsphilosophie und des europäischen Gedankens nutzen werde.

Ich danke Ihnen, Herr Dietrich, für das Angebot, mich und weeCONOMY auf der Plattform Nortexa vorstellen zu können.

Nortexa: Herr Ehliz, vielen Dank für das Gespräch!

Das Gespräch für Nortexa führte Rüdiger Dietrich.

Stichworte: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kategorie: Allgemein, Im Gespräch

Kommentare (1)

Trackback URL | Kommentare RSS Feed

Seiten, die auf diesen Artikel verweisen

  1. NORTEXA und WANUS erzielen Akzeptanz im Markt! - Magna Aurelia : Magna Aurelia | 18. Januar 2017

Kommentar schreiben