Im Gespräch mit PromYcom-Gründer Hans Kragt

| 4. Juli 2016 | Kommentieren

Network-Marketing

Von Rüdiger Dietrich

Promycom von Hans Kragt

Promycom von Hans Kragt

Mannheim – Network-Marketing ist eine Spezialform des Direktvertriebs. Der weltweite Marktanteil der Network-Marketing-Branche am gesamten Einzelhandel liegt deutlich unter einem Prozent. Im Unterschied zum klassischen Direktvertrieb werden Kunden angehalten, als selbstständige Vertriebspartner weitere Kunden anzuwerben, wobei es von der genauen Ausgestaltung des Systems abhängt, ob die Werbung von Neukunden/-mitgliedern oder der Produktverkauf im Vordergrund steht. Das Unternehmen PromYcom, das am 01.11.2015 gegründet wurde, ist eine deutsche Werbeplattform und steht für „promote your company“. Wie bei vielen Revenue Share Plattformen, bietet auch PromYcom eine Umsatzbeteiligung in Form von ProfitPacks an, indem man Text- oder Displaywerbung einkauft – sogenannte ProfitPacks – die gleichzeitig Traffic für seine eigene Webseite oder Dienstleistung generiert. Der Gründer und Geschäftsführer von PromYcom ist Hans Kragt, der unter anderem Inhaber des Logistikunternehmens GTS Post und des Vertriebunternehmens Vital-Moringa.de ist. – Nachfolgend ein Gespräch, das Nortexa mit Herrn Kragt führte.

Nortexa: PromYcom bietet seinen Kunden eine Werbeplattform: Was ist der Vorteil für PromYcom, dies zudem mit einer Umsatzbeteiligung für die Kunden zu verknüpfen?

Hans Kragt: PromYcom bietet eine neue Art der Werbung, denn wir ermöglichen Unternehmen nicht nur Werbung für ein Produkt oder eine Dienstleistung auf unserer Plattform zu schalten. Unternehmen erwirtschaften zusätzlich auch eine Umsatzbeteiligung am gesamten Werbeumsatz von PromYcom. Konvertiert also einmal eine Werbekampagne nicht so gut, bekommt der Werbekunde trotzdem eine tägliche Rückvergütung.

Nortexa: Was ist aus Sicht von PromYcom das entscheidende Alleinstellungsmerkmal, das PromYcom von anderen Werbeplattformen unterscheidet?

Hans Kragt: PromYcom ist ein in Deutschland registriertes Unternehmen und unterliegt somit auch der Deutschen Gesetzgebung. Deshalb ist es selbstverständlich, dass PromYcom für jede Bestellung und auch für jede Provisionsauszahlung eine ordnungsgemäße Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer ausstellt. Ein deutschsprachiges Backoffice sowie Support versteht sich ohnehin von selbst. Da wir außerdem in Euro abrechnen, gibt es bei PromYcom keine Währungsumrechnungsgebühren und kein Wechselkursrisiko.

Erwähnen möchte ich auch, dass PromYcom kein Revenue-Share-Modell ist, wie es viele unserer Wettbewerber haben, sondern ein Leadgenerierungssystem. Wir richten uns ausschließlich an Gewerbetreibende, nicht an Privatpersonen.

Nortexa: Sie bieten Partnerprovision in zwölf Ebenen unterteilt an: Was steht bei PromYcom im Vordergrund – die Kundenakquise oder die Partnergewinnung?

Hans Kragt: Bei PromYcom geht es um Leadgenerierung. Jeder Lead ist ein Kunde und jeder Kunde bringt Umsatz für die Werbetreibenden auf der PromYcom-Plattform.

Nortexa: Es besteht bei PromYcom die Möglichkeit Werbepakete – sogenannte ProfitPacks – zu erwerben. Diese kosten netto 35,- € und erwirtschaften dem Inhaber 50,- € netto. Wie gestaltet sich die Refinanzierung dieses Modells?

Hans Kragt: Wir müssen vom Werbepartner ausgehen: Er erwirbt bei PromYcom ein Werbepaket für netto 35 Euro bzw. brutto 41,65 Euro. Diese Werbung wird dann garantiert 6.000 Mal gezeigt und mindestens 45 Mal angesehen. Für den Werbepartner sind durch die Schaltung der Werbung die gesamten 41,65 Euro als Werbekosten voll absetzbar und somit verbraucht! Vergleichen Sie es mit einer Werbeschaltung in einem Printmedium: Sie schalten in einer Zeitschrift eine Werbung, für die Ihnen netto 35 Euro in Rechnung gestellt werden. Der Betrag ist sofort nach Auftragserteilung fällig und die Leistung gilt als erbracht mit Erscheinen der Werbeanzeige im Heft. Genauso verhält es sich auch bei der bei PromYcom geschalteten ProfitPack-Werbung.

Der Unterschied zur herkömmlichen Printwerbung: Jetzt kommt die Dienstleistung des einzelnen PromYcom Vertriebspartners ins Spiel: Jeder PromYcom Vertriebspartner hat nämlich die Möglichkeit – und ich betone: nicht die Pflicht! -, sich mindestens 10 Werbungen binnen 24 Stunden, anzusehen. Angenommen, der Vertriebspartner sieht sich nun exakt 10 Mal pro Tag Werbung an, dann bekommt er für seine erbrachte Dienstleistung ca. 35 Cent pro Tag als Provision ausgezahlt. Der Vertriebspartner kann im Beispiel also für jedes mit Werbung gefüllte ProfitPack ca. netto 35 Cent pro Tag erhalten. Hat der Vertriebspartner 10 ProfitPacks erworben, sind es schon netto 3,50 Euro pro Tag, bei 100 ProfitPacks logischerweise netto 35 Euro täglich und bei 1.000 erworbenen ProfitPacks erhält der Vertriebspartner eine Provision von netto 350 Euro pro Tag. Jeder Vertriebspartner kann übrigens maximal 2.500 ProfitPacks erwerben, sich also pro Tag netto 875 Euro Provision verdienen.

Nortexa: PromYcom ist ein noch relativ junges Unternehmen in der Start-up-Phase. Über wie viele Affiliate-, Beginner-, Basic-, Performer- und Professional-Mitglieder verfügt das Unternehmen inzwischen?

Hans Kragt: Ja das ist richtig – PromYcom wurde am 1. November 2015 gegründet. Binnen dieses halben Jahres haben wir es geschafft, in nur sechs Monaten mehr als 15.261 aktive PromYcom Vertriebspartner aufzubauen. (Stand am 27.06.2016 exakt 15.261 PromYcom Vertriebspartner!)

Nortexa: Inwieweit sind inzwischen die Internationalisierungsvorhaben von PromYcom vorangeschritten?

Hans Kragt: PromYcom ist jetzt schon in mehr als 15 Ländern aktiv vertreten und unsere Plattform wird derzeit ins Englische übersetzt. Wir planen natürlich noch weitere Sprachen wie beispielsweise Türkisch und Italienisch Weitere Sprachen werden dann nach und nach folgen.
Des Weiteren haben wir inzwischen eine eigene Kreditkarte im PromYcom Design eingeführt. Es handelt sich dabei um eine prepaid MasterCard, die ausschließlich für unsere Mitglieder erhältlich ist, und mit der sie weltweite Zahlungsvorgänge abwickeln können.

Nortexa: Network-Vertriebsmodelle gerieten aufgrund einiger sog. “schwarzer Schafe” zuweilen in einen schlechten Ruf: Wie erläutern Sie potentiell interessierten Partnern in kurzen Zügen, dass es sich beim Revenue-Share-Modell von PromYcom nicht um eine Art Schneeballsystem handelt?

Hans Kragt: Zunächst einmal müssen wir klarstellen, dass promYcom kein Revenue-Share-Modell im bekannten Sinne ist. Vertrags- und damit auch Vertriebspartner von promYcom kann beispielsweise nur werden, wer selbstständig ist bzw. ein Gewerbe angemeldet hat. Zudem führen wir eine sehr genaue Verifizierung unserer Vertriebspartner durch. Jeder Affiliate erhält zudem nur eine maximale Anzahl von 2500 ProfitPacks.

Wir haben uns von Anfang an um die Refinanzierung gekümmert. Bei PromYcom gibt es neben den ProfitPacks auch Werbeprodukte, die nur zu Werbezwecken gebucht werden. Hier meine ich insbesondere die PromYcom Video-Werbung, an der nun wirklich kein PromYcom Nutzer vorbei kommt.

Um den deutschen Rechtsvorschriften gerecht zu werden, generieren wir zudem externe Einnahmen. Denn um in Deutschland unsere Art der Werbeplattform betreiben zu dürfen, müssen wir sicherstellen, dass unsere Einnahmen keinesfalls nur aus den Investitionen, also den Werbeanteilen (ProfitPacks) von unseren Mitgliedern stammen. Unsere Einnahmen stammen deshalb beispielsweise auch aus klassischer Werbung und Videowerbung, unserer firmeneigenen Kreditkarte, der Cashback Toolbar sowie den beiden Firmen Vital Moringa und GTS-Post, dem Paket Lieferservice. Ab dem 1. Juli 2016 gibt es das PromYcom Marketing Center PMC24, das PromYcom Print Portal, unsere eigene Online Druckerei, PromYcom Energy (Strom und Gas), PromYcom EASY Talk (unseren eigener Handytarif). Am 1. September dieses Jahres werden wir dann ein PromYcom Inkasso-Unternehmen an den Start bringen. Auch haben wir bereits unsere eigene PromYcom Versicherung mit Namen PromYcom Insurance. Sie sehen, wir haben viel vor und werden nach und nach weitere PromYcom Produkte einführen, um unsere Werbeplattform auf sichere Beine zu stellen.

Nortexa: Sehr geehrter Herr Kragt, vielen Dank für das Gespräch!

Das Gespräch für Nortexa führte Rüdiger Dietrich.

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Kategorie: Allgemein, Im Gespräch

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