Im Gespräch mit Wolfgang Dippold – Vorstand der PROJECT-Gruppe

| 28. Juni 2016 | 1 Kommentar
Wolfgang Dippold, Vorstand PROJECT Beteiligungen AG PROJECT Vermittlungs GmbH (Geschäftsführer), Foto: project-investment.de

Wolfgang Dippold, Vorstand PROJECT Beteiligungen AG PROJECT Vermittlungs GmbH (Geschäftsführer), Foto: project-investment.de

Bamberg – Die PROJECT Investment Gruppe mit Sitz in Bamberg wurde 1995 gegründet und ist Spezialist für die Entwicklung von Wohn- und Gewerbeimmobilien in Metropolregionen im deutschsprachigen Raum. Die Unternehmensgruppe zählt zu den Marktführern bei Publikumsfonds in diesem Segment. Aktuell konnte die Unternehmensgruppe das erste Closing des mit 40 Mio. € eigenkapitalbasierten Spezial-AIF „Vier Metropolen II“ vermelden, zu dessen professionellen Investoren zwei Pensionskassen, ein Versorgungswerk sowie eine Versicherung gehören. Zwei der institutionellen Investoren sind bereits am Vorgängerfonds beteiligt. Im Rahmen eines weiteren Closings im Sommer wird unternehmensseitig eine Verdoppelung des bisherigen Zeichnungsvolumens erwartet, womit ein Projektentwicklungsvolumen von rund 250 Mio. € umgesetzt werden soll. Der institutionelle Immobilienentwicklungsfonds beabsichtigt das Kapital auf mindestens sechs Objekte an drei Standorten streuen und prognostiziert eine Zielrendite nach Fondskosten beträgt 8 % IRR pro Jahr. Erst jüngst berichtete Nortexa auch über den neuen PROJECT-Publikums-AIF „Metropolen 16“ (siehe: http://www.nortexa.de/wolfgang-dippold-darf-sich-ueber-gute-noten-des-neuen-aif-freuen/). – Nachfolgend nun ein Gespräch mit Vorstand Wolfgang Dippold von der PROJECT-Gruppe.

NORTEXA: Sehr geehrter Herr Dippold, die PROJECT-Gruppe ist seit über 20 Jahren am Markt aktiv, sowie erst jüngst eine Ratingagentur ihre frühzeitige Emission von KAGB-konformen Produkten positiv hervorhob, daher die einleitende Frage: Hatte im Speziellen die AIFM-Direktive bzw. deren Umsetzung in nationales Recht in Gestalt des KAGB unvorhergesehene Auswirkungen innerhalb der Branche der Immobilien-Investoren, und wenn ja welcher Natur?

Wolfgang Dippold: Wir haben die Einführung des KAGB von Anfang an begrüßt und uns in der ersten Gesetzgebungsphase aktiv engagiert, um die gesetzlichen Vorgaben gemeinsam mit unseren Politikern und Verantwortlichen auf ein praxisgerechtes Niveau zu bringen. Aus unserer Überzeugung ist dies gelungen und das KAGB und die BaFin schaffen eine hohe Transparenz und Kontrolle bei Alternativen Investmentfonds. Dass sich die Anzahl der Anbieter durch die neuen gesetzlichen Vorgaben auf etwa ein Fünftel reduziert hat, war frühzeitig vorherzusehen.

NORTEXA: Die PROJECT-Gruppe ist als Spezialist für die Entwicklung von Wohn- und Gewerbeimmobilien in den Metropolregionen Berlin, Hamburg, Frankfurt, Nürnberg, München, Düsseldorf, Köln und Wien engagiert. Dabei handelt es sich um branchenweit nachgefragte Regionen: Wie entwickelt sich der Wettbewerbsdruck mit Konkurrenzunternehmen auf den Märkten der Metropolregionen und mit welcher Strategie begegnet dem die PROJECT Investment AG?

Project Investment

Project Investment

Wolfgang Dippold: Sie bemerken zu Recht, dass die Konkurrenz in den von uns ausgewählten Regionen besonders hoch ist. Die Top-Seven Regionen in Deutschland sind die nachgefragtesten Immobilienmärkte. Mit zwei wesentlichen Strategieansätzen begegnen wir dieser Situation: Zum Einen investieren wir sehr viel Energie in den langfristigen Auf- und Ausbau unserer Objekt-Pipeline, wodurch wir aktuell Objekte mit etwa 3,5 Milliarden Euro Entwicklungs- bzw. Verkaufsvolumen in der Prüfung haben. Der zweite Aspekt ist für unseren Erfolg aber genauso wichtig: Wir arbeiten ausschließlich mit Eigenkapital und können dem Verkäufer eine schnelle Zahlung zusichern, wenn er mit uns zum Notar geht.

NORTEXA: In welchem Verhältnis werden Wohn- bzw. Gewerbeimmobilien in Zukunft im Fokus der PROJECT-Gruppe stehen bzw. gibt es diesbezüglich differenzierte Erwartungshaltungen hinsichtlich der jeweiligen Entwicklungspotentiale?

Wolfgang Dippold: Unser Schwerpunkt bleibt nach wie vor die Entwicklung von Wohnimmobilien. Wir gehen deshalb davon aus, dass das Verhältnis von Wohn- zu Gewerbeobjekten in unseren künftigen Publikumsfonds ähnlich wie in den vergangenen Fonds bleibt.

NORTEXA: Bleibt die PROJECT-Gruppe auch die kommenden Jahre auf den deutschsprachigen Raum beschränkt, welches Potential für eine unternehmerische Wachstumspolitik weist dieser Markt noch auf und was zeichnet den deutschen und österreichischen Immobilienmarkt vor den anderen aus?

Wolfgang Dippold: Der deutsche Immobilienmarkt zeichnet sich durch seine hohe Preisstabilität aus. Dies gilt auch für Österreich. Unsere Investitionsstrategie konzentriert sich auf die großen Metropolen, weshalb die potentiellen Regionen für PROJECT begrenzt bleiben: Dies sind in Deutschland nur die Top Seven und unsere Heimatregion Nürnberg – in Österreich sehen wir hier nur Wien. Auch wenn wir aktuell nur den deutschsprachigen Raum belegen, kann es bei weiterem Wachstum nötig sein, auf weitere große europäische Metropolen zu setzen.

NORTEXA: Die Ratingagentur Scope bescheinigte der PROJECT Investment Gruppe gerade ein um zwei Stufen heraufgesetztes Ratingurteil und k-mi wie auch TKL bescheinigten dem neuen Publikums-AIF „Metropolen 16“ Bestnoten: Rechnen Sie mit einer zeitlich rekordverdächtigen Ausplatzierung des Fonds? Und ab wann darf mit den ersten Projektentwicklungen der PROJECT M 16 Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG gerechnet werden?

Wolfgang Dippold: Wir freuen uns über die positive Bewertung des Fonds und unseres Managements. Dies wird unseren neuen Fonds Metropolen 16 in der Platzierung unterstützen. Wir rechnen damit, dass bereits zum Monatsende Juli die ersten Objektinvestitionen im Fonds 16 laufen. Unser Ziel ist es, bis Ende der Platzierungszeit wieder auf knapp 30 Objektinvestitionen wie beim Vorgängerfonds 14 zu kommen.

NORTEXA: Herr Dippold, vielen Dank für das Gespräch!

Das Gespräch für Nortexa führte Friedrich Walstadt.

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Kategorie: Allgemein, Im Gespräch

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