Jens Spahn weist auf gravierende Integrationsprobleme hin

| 8. Mai 2016 | Kommentieren
Spahn auf dem CDU-Parteitag 2014, Foto: Olaf Kosinsky

Spahn auf dem CDU-Parteitag 2014, Foto: Olaf Kosinsky

Problematische Ehrvorstellungen

Von Torsten Müller

Berlin – Das CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn hat im Rahmen eines Streitgesprächs mit dem Linken-Bundestagsabgeordneten Gregor Gysi darauf hingewiesen, dass viele in Deutschland lebende Muslime problematische Ehrvorstellungen haben. Das Gebaren vieler junger muslimischer Männer sei laut Spahn sehr problematisch. Dabei handle es sich um „eine Mischung aus Tradition, Kultur und Religion, wie etwa dieses ständige Machogehabe und sich trotzdem immer als Opfer sehen oder die Ehre der Familie, die über allem steht“.

Es gebe viele Fälle von Migranten vor allem aus dem arabischen Raum, bei denen Integration überhaupt nicht gelungen sei. Spahn dazu wörtlich: „Zu viele wollen sich auch gar nicht integrieren.“ Spahn, der mittlerweile Staatssekretär im Bundesfinanzministerium ist, warnt in diesem Zusammenhang vor falscher Toleranz. Wenn es um Zwangshochzeiten, Schwimmunterricht für Mädchen oder die Unterdrückung der Frau gehe, werde häufig ausschließlich um Verständnis für die andere Kultur geworben. Dies wiederum führe zur Relativierung von Gleichberechtigung.

Spahn fragt weiter: „Warum haben wir kaum Imame, die in Deutschland ausgebildet worden sind? Nicht ein Imam in meinem Wahlkreis spricht Deutsch.“ Der Unionsfraktionsvorsitzende Volker Kauder (CDU) hatte kürzlich aus diesem Grund die staatliche Überwachung von Moscheen gefordert.

Der frühere Bundestagsfraktionsvorsitzende der Linken, Gregor Gysi, sieht die Versäumnisse weniger bei den Zuwanderern, sondern vor allem bei der deutschen Gesellschaft. Gysi sagte zu den Ängsten gegenüber dem Islam wörtlich: „Da haben wir alle – Politik, Medien, Kunst, Wissenschaft – zu wenig getan, um diese abzubauen.“ Gysi versucht so den Eindruck zu erwecken, dass die von vielen Deutschen gehegten Befürchtungen keinerlei reale Grundlage haben. Zu dem Vorschlag Kauders, Moscheen staatlich zu kontrollieren, erklärte Gysi: „Was ich verstehen kann, ist, dass wir Hasspredigten nicht wollen. Ansonsten müssen wir die Glaubensfreiheit garantieren, in der Kirche genauso wie in der Moschee.“

Gysi weist selbst auf die problematische Entwicklung hin, dass viele islamische Gotteshäuser für Hasspredigten und Rekrutierungsmaßnahmen islamistischer und salafistischer Extremisten genutzt werden, will aber keinerlei staatliche Maßnahmen herbeiführen, die dies konsequent unterbinden könnten. Er verschließt damit die Augen vor der rasant voranschreitenden Islamisierung und den damit verbundenen Konsequenten für die innere Sicherheit in Deutschland.

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Kategorie: Allgemein, Politik

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