MIG-Fonds-Unternehmen expandiert mit Newcycling-Innovation

| 10. Mai 2017 | Kommentieren

APK Aluminium und Kunststoffe AG plant neue Anlagen in Europa und Südostasien

Klaus Wohnig, CEO / Sprecher des Vorstands der APK und Mike Kaina, COO / Vorstand Produktion & Technik

Klaus Wohnig, CEO / Sprecher des Vorstands der APK und Mike Kaina, COO / Vorstand Produktion & Technik, Foto: apk-ag.de

Pullach/Merseburg – Die APK Aluminium und Kunststoffe AG um CEO Klaus Wohnig wurde im Jahr 2008 gegründet und verfügt über ein Werk auf 57.000 qm in der Nähe von Leipzig. APK ist im Besitz der Münchner Finanzinvestoren MIG Fonds und AT Newtec. Die APK Aluminium und Kunststoffe AG plant zusammen mit strategischen Partnern bis zum Jahr 2025 weitere Kunststoff-Recyclinganlagen in Europa und Südostasien zu errichten. Das Unternehmen aus Merseburg hat nach eigenen Angaben eine neue Technologie entwickelt, um Kunststofftypen und -verbunde zu recyceln, bei denen dies bisher nicht möglich war. Dazu gehören zum Beispiel Mehrschichtfolien, die üblicherweise in Verpackungen verwendet werden. Mit der innovativen Technologie lassen sich den Angaben nach spezifische physikalische und chemische Eigenschaften verschiedener Polymertypen trennen und hochreine Kunststoffe gewinnen.

Vorstandssprecher Klaus Wohnig äußerte im Rahmen der interpack 2017: „Wir haben eine fortschrittliche und wirtschaftlich interessante Recyclingtechnologie entwickelt, um nahezu neuwertige Polymere aus Kunststoffverpackungsabfällen zu gewinnen. Wir nennen das ‚Newcycling‘. Unser Ziel ist es, nicht nur in Europa zu expandieren, sondern unsere Technologie auch in die Region zu bringen, in der das Thema akut ist: Nach Südostasien. Wir sind offen für weitere Kooperationen mit Industriepartnern, um das bisher lineare Modell der Kunststoffwirtschaft in ein zirkulares zu überführen.“ Hier scheint das Venture Capital-Investment der MIG AG eine erfolgversprechende Entwicklung zu verheißen. In diesem Jahr hatten auch mehrere Fonds der MIG Verwaltungs AG im Rahmen einer Privatplatzierung an institutionelle Investoren ihre Beteiligung an der Brain Biotechnology Research and Information Network AG veräußert. Aufgrund der ausgesprochen großen Nachfrage und mehrfachen Überzeichnung des Orderbuches hätten sich die MIG Fonds entschlossen, sämtliche von den MIG-Fonds an der Gesellschaft gehaltenen Aktien – immerhin 15,4 Prozent des Grundkapitals – zu veräußern.

Gemessen am Börsenkurs dürfte den MIG-Fonds damit insgesamt ein Betrag in der Größenordnung von bis zu 50 Millionen Euro zugeflossen sein. Im Januar 2016 ging das Biotech-Unternehmen an die Börse. Erst letztes Jahr wurde seitens der HMW Emissionshaus AG der „MIG Fonds 14“ (Nortexa berichtete: http://www.nortexa.de/neuer-venture-capital-fonds-mig-fonds-14-aufgelegt/) aufgelegt, für den teils als „Hybrid-Konzept“ beschriebenen Fonds die Mindestzeichnungssumme bei 20.000,- € und die Mindestrate bei 2.500,- € liegen.

Von Rüdiger Dietrich

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Kategorie: Allgemein, Finanzen

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