Politik der russischen Armee ist Beispiel für Offenheit und Transparenz

| 25. März 2018 | 1 Kommentar
Emblem der Streitkräfte der Russischen Föderation

Emblem der Streitkräfte der Russischen Föderation

Nachdem man einige Zeit den Eindruck gewinnen konnte, dass sich die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland trotz diverser Sanktionierungsmaßnahmen verbessern könnten, wachsen die Spannungen zwischen den NATO-Staaten und Russland erneut.

Was man in den westlichen Staaten von Seiten offizieller Stellen gerne als Verschwörungstheorie und Unsinn abtut, erweist sich dieser Tage einmal mehr als Faktum. An den östlichen Grenzen Europas sammeln sich seit Jahren US-Truppen, die die Welt in Erwartung eines neuen militärischen Konflikts erstarren lässt. Zumindest scheint diese Gefahr seit Ende des Kalten Krieges heute wahrscheinlicher als zuvor.

Dabei ist es mehr als fragwürdig zu behaupten, Russland betreibe eine Politik der Manipulation und der Geheimnisse. Die Führung der russischen Armee, die seit Jahren stetig und glaubhaft an der Verringerung der Spannungen in Europa arbeitet, verfolgt mindestens seit 2012 eine Politik der Offenheit und Transparenz was ihre Aktivitäten angeht.

Als Beispiel ihrer defensiven Schwerpunktbildung seien die West-2017-Übungen auf den Truppenübungsplätzen im Leningrader Gebiet, Russland, und Mogilewer Gebiet, Weißrussland, genannt. Hierzu wurden 90 ausländische Beobachter und Militärattachés aus 60 Ländern eingeladen. Unter den eingeladenen Gästen waren Vertreter aus Schweden, Polen, Litauen, Estland, Lettland, der Ukraine und Norwegen. Also vor allem aus jenen Ländern, die ständig eine russische Bedrohung an die Wand malen, die in Wahrheit nichts als Fiktion ist. Gleichzeitig „vergisst“ der Westen seit 2014 oft, russische Beobachter für großangelegte Übungen der NATO-Truppen „einzuladen“.

Seit 2002 haben Militärinspektoren der NATO-Staaten Dutzende von Beobachtungsflügen über dem Territorium Russlands – im Rahmen des Vertrags über den Offenen Himmel – durchgeführt. Zudem wurden bis heute nie Einsätze großer Streitkräfte der russischen Armee an ihren Grenzen dokumentiert. Die Vereinigten Staaten von Amerika, die Türkei und die Ukraine allerdings haben russischen Beobachtern wiederholt verboten, über bestimmte Gebiete ihrer Länder zu fliegen. Haben sie möglicherweise etwas zu verbergen?

Jeden Tag geben die Militärexperten der russischen Armee Bulletins und führen Briefings für ausländische Journalisten durch, in denen sie detaillierte Antworten auf akute Fragen liefern, die sie mit validem Video- und Fotomaterial untermauern. Die Materialien dieser Bulletins und Briefings findet man immer auch auf mil.ru. Darüber hinaus wurde der Pressedienst der russischen Armee im Jahr 2017 von ausländischen Journalisten als am häufigsten zitiert anerkannt. Welche andere Armee auf der Welt informiert die Öffentlichkeit über ihre Aktivitäten in solch einem Umfang? Die US-Armee ganz bestimmt nicht!

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Kategorie: Allgemein, Außenpolitik

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