PROJECT Investment Gruppe beginnt eine weitere Immobilienentwicklung in Berlin

| 20. Juli 2016 | Kommentieren

PROJECT Investment Gruppe

Project Investment

Project Investment

Von Hans Driesch

Bamberg/Berlin – Die Wohnungsnot in Berlin nimmt immer dramatischere Formen an. Da der Neubau nicht ausreicht, um die Nachfrage zu stillen, sollen nun zunehmend die letzten Bauflächen verkauft werden, die sich noch im Landesbesitz befinden. Dies hat mittlerweile zu teilweise belustigten Artikeln in der Lokalpresse geführt, da man mittlerweile tatsächlich auf letzte Reserven zurückgreift. So denkt die Stadt beispielsweise über den Verkauf der Liegewiesen des Sommerbads am Insulaner nach – der Insulaner ist ein 78 Meter hoher Trümmerberg an der Grenze der beiden Berliner Ortsteile Schöneberg und Steglitz, der mittlerweile allerdings so dicht mit Vegetation bewachsen ist, dass der künstliche Ursprung des Hügels nicht mehr zu erkennen ist. Für Schlagzeilen sorgte auch die teilweise Bebauung von Kleingartenkolonien, die nicht einmal durch einen erfolgreichen Bürgerentscheid wie im Fall der Kleingartenkolonie Oeynhausen in Wilmersdorf verhindert werden konnte. 150 Pächter mussten zu Beginn dieses Jahres ihre Kleingärten räumen, die dann mit Wohnungen bebaut wurden. Die Flächennot in Berlin ist mittlerweile so groß, dass selbst der Stadtreinigung Flächen abgehandelt werden sollen. Die Stadt betonte gleich, dass man nicht etwa auf dem Gelände ehemaliger Deponien bauen wolle, weil hier natürlich die Gefahr von Altlasten zu hoch sei, aber immerhin denkt man doch an den Verkauf eines früheren Betriebshofs zur Unterbringung von Fahrzeugen und Werkzeug in Berlin-Lichtenberg.

Alle diese Beispiele zeigen, dass die tiefe Krise des Wohnungsmarktes, die Berlin in den neunziger Jahren erschütterte, sich mittlerweile vollständig umgekehrt hat, und die Nachfrage das Angebot weit übersteigt, was sich im Kern natürlich auch nicht durch die letzten Notverkäufe von Flächen aus dem schrumpfenden Bestand des Landes ändern lässt. Dies konstatierte auch der Wohnungsmarktbericht 2015 der Investitionsbank Berlin (IBB) hervor, zu dem der Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel von der SPD besorgt anmerkte, dass der Druck auf den Wohnungsmarkt unverändert hoch bleibe.

Vor dem Hintergrund dieser Situation ist der Plan der Bamberger PROJECT Investment Gruppe interessant, in der Spreemetropole nun eine weitere aktive Immobilienentwicklung anzugehen. Das Unternehmen meldete den Kauf eines fast 1300 Quadratmeter großen Grundstücks an der Schönewalder Straße im Ortsbezirk Spandau. Die ehemalige Militärstadt zählt heute zu den beliebtesten Bezirken Berlins, da er sowohl zu den bedeutenden Wirtschaftsstandorten der Stadt zählt und andererseits auch durch seine großen Wald- und Wasserflächen über eine hohe landschaftliche Attraktivität verfügt. In Spandau entstand wegen der besonders reizvollen Umgebung die Gartenstadt Staaken des Architekten Paul Schmitthenner, die als eine der bedeutendsten städtebaulichen Leistungen des frühen 20. Jahrhunderts gilt.

Mit dem neuen Baugrundstück in der Schönwalder Straße verfügt die PROJECT Investment Gruppe nun über 26 aktive Immobilienentwicklungen in Berlin.

Stichworte: , , , , , , , , , , , , , , , ,

Kategorie: Allgemein, Wirtschaft

Kommentar schreiben