Richard H. Mayr von Argentuminvest sieht „Euro als brisantes Auslaufmodell“

| 5. Januar 2017 | 1 Kommentar

Analysten-Umfrage erwartet laut Bloomberg Goldpreisanstieg in 2017

Richard H. Mayr mit Argentuminvest

Richard H. Mayr mit Argentuminvest

Von Rüdiger Dietrich

New York – Laut einer Umfrage unter 26 Analysten erwarten diese beim Gold im Jahresschnitt einen Preisanstieg von 13 Prozent, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Einige unvorhergesehene politische und wirtschaftliche Wendungen beflügelten spürbar das Kaufinteresse nach dem gelben Metall, wodurch nach vier Jahren erstmals wieder ein Preisanstieg zu verzeichnen war. Diese Tendenz soll weiter anhalten, wofür diverse Gründe angeführt werden. Das potentielle Risiko eines amerikanisch-chinesischen Handelskrieges, die Unsicherheit darüber, wie es nach dem Machtwechsel unter der neuen US-Regierung weitergehen wird, zumal nachdem Obama die Geister des Cyber-Kriegs beschwor und zum Abschied noch einmal Öl ins Feuer der amerikanisch-russischen Beziehungen goss. Zudem sind nach wie vor das Prozedere des Ausstiegs der Briten aus der Europäischen Union unklar sowie die in Frankreich, den Niederlanden und Deutschland anstehenden Wahlen angesichts eines europaweiten Trends für rechtskonservative Parteien außerhalb des bisherigen Establishments die Zukunftseinschätzung verschleiern.

Aber auch die Politik des billigen Geldes bzw. die Liquiditätsschwemme der Zentralbanken und das daraus resultierende Dauerzinstief dürften dazu beitragen, dass diejenigen Anleger, die sich nicht in hochriskante Finanzprodukte jagen lassen wollen, weniger Alternativen sehen. Mark O’Byrne, Direktor beim Broker GoldCore Ltd. in Dublin hält eine steigende Nachfrage nach einem sicheren Hafen für sehr wahrscheinlich. Der technische Aktienanalyst und Edelmetallexperte Richard H. Mayr, Geschäftsführer der Argentuminvest GmbH, vertritt in diesem Kontext danach befragt, ob eine vorhandene Marktkonzentrationen die natürlich Preisentwicklung manipulieren könnten, eine eindeutige Meinung. Im Markt werde spekuliert, dass verschiedene große Marktteilnehmer die Marktpreise für Gold und Silber kurzfristig über die Terminmärkte manipulieren können. Kürzlich gab es aufgrund dieser Tatsachen auch ein Gerichtsurteil und Strafzahlungen, erklärt Mayr. Auf lange Frist jedoch seien diese Manipulationsversuche zwecklos. Gold und Silber als reales Geld gäben stets ihren Wert in inflationären Papiergeldziffern wieder, so Mayr weiter.

Besonders interessant ist, dass der Richard H. Mayr als eines der Hauptrisiken gegenwärtig die Währungskrise ausmacht. „Gold und Silber bestehen seit tausenden von Jahren, der Euro ist ein brisantes Auslaufmodell, dessen Kollaps enorme Marktverwerfungen und soziales Chaos mit sich bringen wird,“ so Mayr wörtlich. Zur wenig beleuchteten Frage, wie das Silber im derzeitigen Szenario zu betrachten sei, führte der Argentuminvest-Chef aus: „Silber reagiert in einer Edelmetallhausse stets noch stärker als Gold oder anders ausgedrückt: Silber fungiert als noch besserer Inflationsindikator. Die aktuelle Hausse der Edelmetalle läuft kontinuierlich mit Korrekturen seit dem Jahr 1999 und wird sich nun noch verstärken. Derzeit ist Silber stark unterbewertet und hat nach dem Gold/Silber-Preisratio noch ein erhebliches Aufholpotential. Ich denke, dass wir bald wieder Preise über 25 Dollar pro Feinunze sehen werden.“

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Kategorie: Allgemein, Finanzen

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  1. Richard H. Mayr von Argentuminvest sieht enormes Aufholpotenzial für Silber - WANUS | 10. Januar 2017

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