Schlagwort: Ruedi Strese

Postmortem – Start der neuen Romanserie von Alexander Merow

| 25. Oktober 2016 | Kommentieren
Postmortem – Start der neuen Romanserie von Alexander Merow

Alexander Merow hat als Autor mehrerer Romanreihen bereits eine treue Stammleserschaft gewinnen können. Bereits abgeschlossen ist die dystopische Reihe „Beutewelt“, auf die nächste Fortsetzung warten die SciFi-Serie „Das aureanische Zeitalter“ sowie die sich um den Orkhäuptling Grimzhag drehende „Antariksa-Saga“.

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Das Geschäftstreffen – eine Kurzgeschichte von Ruedi Strese

| 28. August 2016 | Kommentieren
Das Geschäftstreffen – eine Kurzgeschichte von Ruedi Strese

Literarische Beiträge bei Nortexa Ich hatte am frühen Morgen in Hannover den erstbesten Zug genommen und war nun in Frankfurt gelandet, wo ich am Mainufer entlang spazierte. Es war ein sonniger, warmer Tag und ich hatte kein besonderes Anliegen, als ich an der dicht mit Bäumen bewachsenen Halbinsel vorbeilief. Ein Vogelparadies, mitten in der Sodom […]

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„Der Kulturabbau ist nicht zufällig“ – Im Gespräch mit Christian Glowatzki

| 26. August 2016 | Kommentieren
„Der Kulturabbau ist nicht zufällig“ – Im Gespräch mit Christian Glowatzki

Der in Mittelfranken lebende Komponist Christian Glowatzki ist mit einem sehr ambitionierten Projekt an die Musikwelt herangetreten. Das Album „Die Zeit legt ab ihr altes Kleid“ vereint eine Reihe von Kompositionen, welche sich am Volkslied orientieren und vielleicht auch Volkslieder werden könnten. Die Texte stammen von früheren und zeitgenössischen Dichtern, darunter Josef Weinheber, Uwe Nolte, Rolf Schilling und Uwe Lammla. Nortexa hatte einige Fragen zu den Hintergründen.

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Boris Nad – Mythisches Amerika

| 13. August 2016 | Kommentieren
Boris Nad – Mythisches Amerika

Historische Ereignisse können nicht allein durch die bewußten Absichten ihrer Protagonisten erklärt werden, nicht einmal durch ihre persönlichen Charaktermerkmale und Wesenszüge, obwohl dies eine entscheidende psychologische Komponente wichtiger historischer Figuren und ihrer ideologischen oder philosophischen Neigung ist. Abgesehen von Faktoren, welche rein quantitativ sind und meßbar (ökonomisch, sozial, usw.), sind die Ereignisse der Geschichte stets von subtileren und feineren Formen der Realität beeinflußt worden, welche hinsichtlich ihrer Qualität nicht weniger wahr sind.

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Boris Nad – Bagdad

| 13. Juli 2016 | Kommentieren
Boris Nad – Bagdad

Ich hatte einen Traum, daß ich in Bagdad gelandet war.

Die mächtigen Elfenbeinmauern ragten über dem glühenden Sand auf; über der Wüste zitterten entsetzliche Bilder in der drückenden Hitze, in unerträglicher Glut.

Die Stadt hatte hundert goldene Tore, die in der Morgensonne glänzten. Ein Strom von Reisenden stieß vor den Stadttoren zusammen. Die Bewegungen von Armeen, große Truppen auf Kamelen und galoppierenden Pferden wirbelten eine Wolke von gelbem Staub auf, welche die Sicht auf die Minarette und vergoldeten Kuppeln der Moscheen verdeckte. Es mußte doch eine Zeit des Gebets sein, denn fortgesetztes Singen des Muezzin drang durch die Laute der Pferde und die Rufe der Stallknechte.

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Im Gespräch mit dem Tierfotografen Alban Blaising

| 4. Juli 2016 | Kommentieren
Im Gespräch mit dem Tierfotografen Alban Blaising

Alban Blaising aus Lothringen ist ein vielseitiger Künstler; er musiziert, malt und beschäftigt sich mit der Tierfotografie – und um diese soll es hier gehen, denn die stimmungsvollen Aufnahmen heimischer Wildtiere sind sicher für jeden Tier- und Naturfreund von einigem Reiz. Wir sprachen mit ihm über die Jagd mit der Kamera.

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Boris Nad – Achilles

| 17. Juni 2016 | Kommentieren
Boris Nad – Achilles

Ich werde sterben, bevor die Stadt erobert ist. Bevor das Feuer die Straßen des verhaßten Troja reinigt, bevor das Blut all die den Danaern zugefügten Beleidigungen fortwäscht. Es ist mein Schicksal, bis jene Zeit kommt, jeden Tag schweigend zu erdulden, feindlich und und zornig in der Menge. Einer dieser Menschen ist mein finsterer Mörder.

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Im Gespräch mit Boris Nad

| 5. Juni 2016 | Kommentieren
Im Gespräch mit Boris Nad

Der serbische Schriftsteller Boris Nad ist den Lesern der Nortexa-Kulturabteilung durch unsere exklusiven Übersetzungen seiner geschliffenen und schnörkellosen, meist von mythischen und historischen Themen handelnden, literarischen Kurztexte bekannt. Seine Bücher waren allerdings bislang nur auf Serbisch verfügbar, nun erscheint mit „Return of Myth“ erstmals eine englischsprachige Auswahl seiner Texte. Grund genug, ihm einige Fragen zu stellen.

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Boris Nad: Asgard, Stadt der Götter

| 5. Juni 2016 | Kommentieren
Boris Nad: Asgard, Stadt der Götter

Literarische Beiträge bei Nortexa Von Boris Nad Irgendwo in einer unbestimmten und fernen Gegend, von welcher manche denken, sie liege im Norden, andere, sie liege im Osten, befindet sich eine Stadt, welche alles übertrifft, was je von Menschen geschaffen wurde. Über der Stadt ist ein Turm, von welchem aus man jedes besiedelte Land sehen kann […]

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Boris Nad – Amerika

| 12. Mai 2016 | Kommentieren
Boris Nad – Amerika

Oh Amerika, Land der Ausgestoßenen. Oh Amerika, Land der Freien, Land der Möglichkeiten und Versprechen.
Gesichter von Reklametafeln. Werbespots, Fernsehshows. Asthmatische Büffelbrüste. Indianische Schatten, Friedhöfe, Militärfriedhöfe mit Tausenden und Abertausenden identischer weißer Kreuze. Zwei Türme, die in Flammen fallen. Krieger-Cyborgs, ausgerüstet mit unvorstellbaren Waffen, Flugzeugträger, gestrandet in einer warmen See irgendwo nahe der persischen Küste… Explosionen, bedrohliche Pilzwolken, welche über dem Pazifischen Ozean aufsteigen.

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Boris Nad – Slawonien

| 28. April 2016 | Kommentieren
Boris Nad – Slawonien

Das Maschinengewehr schnaufte vom Dach des hohen Silos, welches einem makabren und monströsen Turm glich; seltsame Flammen warfen Lichter auf die Ebene. An diesem Abend trafen zwei Bomben das Silo, und das Korn begann zu brennen. Die zweiten, schwächeren Feuer schwelten in der Stadt, und ihre Reflektionen vibrierten auf der Oberfläche des trägen Flachlandflusses, glatt wie Öl. Dies waren überhaupt die einzigen Lichter in der Stadt, welche seit zwei Tagen ohne elektrisches Licht lebte – sie sahen aus wie eine Art dämonischer Beleuchtungen. Hier und dort, in Seitengassen, war es noch möglich, die Körper der Toten zu sehen, welche Jungs in blauen Polizeiuniformen auf Trucks luden. Der traurigen Arbeit des Gerichtsmediziners folgten Lachen und Fluchen.

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Boris Nad – Dalmatien

| 14. April 2016 | Kommentieren
Boris Nad – Dalmatien

Die Berge waren kahl oder mit nur sehr spärlicher Vegetation, und sie wurde sogar noch geringer, als wir uns der See näherten. Nach dem Süden und nach dem Westen waren die Berge in der unbeschreiblichen Kargheit der Landschaft zu bloßen Skeletten reduziert, den Skeletten von Karstfelsen, welche der Erde ermangelten.

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