Überwiegend ungetrübte Stimmung in der Immobilienwirtschaft

| 14. August 2016 | Kommentieren

Immobilienbranche darf weiter zuversichtlich sein

Immobilienmarkt, Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

Immobilienmarkt, Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

Von Rüdiger Dietrich

Berlin – Wenngleich die politische und ökonomische Großwetterlage diverse Sollbruchstellen aufweist, die sämtliche Branchen des Wirtschaftslebens potentiell betreffen können, ergab aktuell eine Umfrage von Aquila Capital, dass 80% der institutionellen Investoren planen, den Immobilienanteil in ihrem Portfolio stabil zu halten oder zu erhöhen. Und dies obwohl 47 % der Befragten das makroökonomische Umfeld als Unsicherheitsfaktor ansehen und 43 % das Preisniveau für hoch bis ausgereizt halten. Knapp ein Drittel blickt mit Skepsis auf die sinkenden Renditen bei Core-Objekten. Nach wie vor stellt die Anlage freier Liquidität die Fondsmanager im anhaltenden Niedrigzinsumfeld vor Probleme einigermaßen Rendite zu erzielen. Andererseits kann verhältnismäßig günstiges Fremdkapital zu einer erhöhten Eigenkapitalrendite beitragen. Zu den beliebtesten Investment-Vehikeln gehören laut Aquila Capital für institutionelle Investoren Investmentfonds (39%), Spezial-AIFs (35%), Direktinvestments (23%) und Dachfonds (23%).

Der empirica-Blasenindex gewann gegenüber dem Vorquartal 0,01 Punkte hinzu und machte damit erneut einen Schritt Richtung Grenzgebiet des blasenlosen Referenzniveaus aus dem Jahr 2004. Für acht der zwölf betrachteten Großstädte wird damit einmal mehr eine „eher hohe“ Blasengefahr indiziert. Gegenüber dem Vorquartal wurde gemäß empirica beispielsweise die Blasengefahr in Dresden und in Essen als „mäßig hoch“, jedoch in Leipzig als „eher gering“ bezeichnet. Dortmund erfuhr eine Einstufung als „sehr gering“. Die FERI EuroRating Services AG veröffentlicht seit 2005 regelmäßig Ratings von Offenen Immobilienfonds und kam aktuell zu dem Ergebnis, dass sich im Zeitraum 1. Oktober 2015 bis 31. März 2016 die Offene Immobilienfonds weiterhin positiv entwickelten. Gemäß den der FERI EuroRating vorliegenden Daten für die elf quantitativ bewerteten Fonds wurden im Zeitraum des vierten Quartals 2015 bis zum ersten Quartal 2016 bezogen auf das Gesamttransaktionsvolumen von etwa 7 Mrd. € für rund 1,5 Mrd. € (ca. 21 %) Objekte in Frankreich ver- und gekauft, gefolgt von Deutschland mit 1,3 Mrd. € (rund 20 %) und Großbritannien mit rund 1,1 Mrd. € (rund 16 %). Die übrigen 43 % verteilen sich auf weitere 13 Länder.

Interessant ist auch ein Blick auf das sogenannte Risiko-Rendite-Ranking der Dr. Lübke & Kelber GmbH, da ein angemessenes Verhältnis zwischen Investitionsrisiko und zu erzielender Rentabilität einer Anlage maßgeblich für die Beurteilung eines jeden Investments sind. Laut aktuellem Ranking 2016 weisen gegenwärtig Potsdam, Dresden, Berlin und Leipzig für Investitionen im Bereich Wohnimmobilien derzeit die attraktivsten Rahmenbedingungen auf. Hierfür wurden in insgesamt 18 Städten die Bevölkerungsentwicklung, die sozioökonomische Entwicklung, der Wohnungsmarkt, die aktuellen Miet- und Kaufpreise sowie die Nachfrage nach Wohnraum untersucht. Bei Bestandsimmobilien lassen sich demnach in allen 18 analysierten Städten attraktive Eigenkapitalrenditen zumeist mit deutlich über fünf Prozent, sprich der seitens Dr. Lübke & Kelber empfohlenen Mindestrendite, erzielen.

Stichworte: , , , , , , , , , ,

Kategorie: Allgemein, Wirtschaft

Kommentar schreiben