Viele Gefährder sind ausreisepflichtige Nordafrikaner

| 25. April 2017 | Kommentieren

Neuer BKA-Bericht

Haupthaus des Bundeskriminalamtes am Standort Wiesbaden, Quelle: bka.de

Haupthaus des Bundeskriminalamtes am Standort Wiesbaden, Quelle: bka.de

Berlin – Ein beträchtlicher Teil der Straftaten, die im vergangenen Jahr von Ausländern begangen wurden, geht auf das Kerbholz von Zuwanderern aus den Maghreb-Staaten Marokko, Tunesien und Algerien.

So heißt es in einer aktuellen Analyse des Bundeskriminalamtes (BKA): „Der Anteil von Staatsangehörigen aus den Maghreb-Staaten (…) an der Gruppe der Tatverdächtigen war sehr viel höher als ihr Anteil an der Gruppe der Zuwanderer.“ Doch nicht nur unzählige Kriminelle tummeln sich unter den in Deutschland lebenden Nordafrikanern, auch islamistische Gefährder kommen überproportional häufig aus diesen Ländern.

Im Jahr 2010 zählte das BKA noch 120 islamistische Gefährder, womit Personen klassifiziert werden, denen die deutschen Sicherheitsbehörden terroristische Anschläge zutrauen. Mittlerweile ist die Zahl dieser Gefährder auf 620 angestiegen. Hinzu kommen 360 weitere Personen, die als potentielle Terror-Helfer eingestuft werden.

Ein Viertel der Gefährder, die keine deutsche Staatangehörigkeit haben, stammt aus den Maghreb-Staaten. 135 sind aktuell „ausreisepflichtig“, wurden aber bisher nicht abgeschoben.

Immer mehr Menschen aus Algerien, Marokko und Tunesien kommen nach Deutschland. So stieg die Zahl der Marokkaner in den letzten fünf Jahren um 19,5 Prozent, die Zahl der Tunesier legte um 22,9 Prozent zu. Besonders stark – um 56 Prozent – wuchs die Zahl der in Deutschland lebenden Algerier.

Vor allem die Zahl der Asylbewerber aus diesen drei Ländern ist massiv gestiegen, obwohl die Anerkennungsquote weiterhin äußerst gering ist. So wurden im Jahr 2016 nur 2,8 Prozent der Asylanträge und im laufenden Jahr nur 3,8 Prozent der betreffenden Asylanträge anerkannt.

Dennoch haben die etablierten Parteien es bisher nicht vermocht, die drei Staaten zu sicheren Herkunftsstaaten zu erklären und ermöglichen somit weitere massive Wanderungswellen. So haben die Behörden insgesamt 30.000 Einreisevisa an Algerier, Tunesier und Marokkaner erteilt, obwohl sich alle drei Staaten immer häufiger weigern, abgelehnte Asylbewerber zurückzunehmen.

Der Grund hierfür liegt auf der Hand: sie wissen, dass sich darunter zahlreiche Kriminelle und islamistische Terroristen befinden, bei denen sie froh sind, sie losgeworden zu sein.

Von Torsten Müller

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Kategorie: Allgemein, Politik

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