Warum hält sich MIG-Vorstand Michael Motschmann so bedeckt?

| 1. Dezember 2016 | Kommentieren

Vertriebsphase des MIG-Fonds 15 geht dem Ende zu

MIG Fonds

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Von Rüdiger Dietrich

München/Pullach – Bei den im Venture Capital bzw. Privat Equity Markt agierenden MIG-Fonds handelt es sich um direkt gemanagte Publikums-AIF mit dem Vermögensgegenstand direkter Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen. Seit dem MIG Fonds 7 fungiert die HMW Emissionshaus AG Initiatorin und Anbieterin des jeweiligen Beteiligungsangebots. Mit dem noch bis zum 31.12.2016 in der Vertriebsphase befindliche geschlossene Investmentfonds MIG GmbH & Co. Fonds 15 wird ein ein geplantes Emissionsvolumen von 70 Millionen Euro anvisiert. Die Mindestbeteiligung beträgt in Deutschland 10.000,- €. Die für den Fonds relevanten Unternehmen müssen in den Branchen Pharma, Biotechnologie, Medizintechnik, Diagnostik, Life Sciences-Anwendungen und I-Health, Umwelttechnologie, einschließlich Entsorgung, industrielle Biotechnologie, Energietechnologie, neue Materialien, Robotik, Automatisierungstechnik, Software, Internet, E-Commerce, Kommunikations- und Informationstechnologie engagiert sein. Über geringe Einmalzahlungen oder auch Ratensparpläne wird bei den MIG-Fonds Privatanlegern die Möglichkeit eröffnet, sich in den jeweiligen Anlageklassen zu betätigen.

Als Vorstand bei HMW Innovations AG fungiert Dr. Matthias Hallweger, bei der MIG AG bilden Michael Motschmann, Dr. Matthias Kromayer, Jürgen Kosch und Kristian Schmidt-Garve den Vorstand. Nortexa interessierte sich bezüglich des MIG 15 über aktuelle Aspekte hinsichtlich Beteiligungspipeline, Produktdiversifikation und Risikostruktur. Zudem war zu hören, dass ein dem MIG-Fonds 15 zuzuordnendes Unternehmen in Planungen eingebunden ist, welche die Entwicklung des Adriahafens im italienischen Triest zum Umschlagplatz für die bayerische Industrie im Dreieck München, Augsburg und Ingolstadt betreffen. Nur erhielt die Redaktion trotz mehrmaliger Nachfrage bislang keine Auskunft. Dies verwundert umso mehr, da jüngst erst der Verkauf der Mainzer Biotech-Firma Ganymed AG an die Tokioter Astellas Inc. bekannt wurde. Immerhin waren die MIG-Fonds mit knapp acht Prozent, dies entspricht ca. 14 Millionen Euro, an Ganymed beteiligt. Dabei war von einem Kaufpreis von 422 Millionen Euro sowie weitere erfolgsabhängige Zahlungen von bis zu 860 Millionen Euro die Rede.

In den vergangenen Jahren waren die Meldungen über erfolgreiche Beteiligungsveräußerungen spärlich gesät. Doch auch über Abschreibungen war wenig zu erfahren. So hätte sich diese jüngste Entwicklung angeboten, die Exit-Strategie etwas zu erläutern und über die Durchschnittsrenditen früherer MIG-Fonds aufzuklären. So bleibt die Frage, warum man sich selbst nach einem erfolgreichen Verkauf einer Beteiligung derart bedeckt hält im Raum stehen.

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Kategorie: Allgemein, Finanzen

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