Was geht bei der OGI AG um Jürgen Wagentrotz vor sich?

| 11. August 2016 | Kommentieren

Viele Gerüchte und wenig Transparenz

Von Rüdiger Dietrich

OIL & GAS INVEST AG (OGI), Quelle: OIL & GAS INVEST AG

OIL & GAS INVEST AG (OGI), Quelle: OIL & GAS INVEST AG

Berlin – Wie effizient ist nun die Entwicklung auf den Bohrfeldern in den USA und wie turbulent geht es wirklich in den Entscheidungs- und Beratungsgremien der OGI AG zu? Diese beiden Fragen dürften Beobachter, Interessenten und Aktionäre des Erdölunternehmens gegenwärtig vorwiegend beschäftigen. Gegen den jüngst als Vertriebschef eingesetzten Carsten Volkening wurde ein Ermittlungsverfahren – das Aktenzeichen ist bekannt – wegen Verdachts der Untreue eröffnet und auch die Personalie Frank Fleschenberg als Aufsichtsratsvorsitzender wurde in Beobachterkreisen mit gewisser Irritation aufgenommen, nachdem Christian Neureuther auf diesem Posten angenommen wurde. Zudem stehen Gerüchte über Kontenpfändungen (Nortexa berichtete: http://www.nortexa.de/muss-juergen-wagentrotz-womoeglich-prozessieren-statt-nach-oel-zu-bohren/) und nicht unerhebliche Forderungen gegenüber Gläubigern im Raum, darunter die Onesoft AG, die GM VV & Co. GmbH und die ACON Actienbank. Die seitens der OGI AG beauftragte Presseagentur Business Network Marketing- und Verlagsgesellschaft mbH ließ jedoch über Dr. Tilman Pradt Anfang des Monats die Nortexa-Redaktion wissen, dass alles nach Plan laufe.

Am 04.08. hieß es seitens des Unternehmens, die Bankkonten seien nicht gepfändet worden und man habe gegen den Verursacher der Falschmeldung eine Einstweilige Verfügung erlassen. Allerdings darf von finanziellen Auseinandersetzungen ausgegangen werden, da es in der Auskunft seitens Dr. Tilman hieß: „Es bestehen keinerlei rechtmäßige Verbindlichkeiten. Ungerechtfertigte Forderungen werden von uns nicht akzeptiert.“ Ob sich dies konkret auf die Onesoft AG bezieht, darüber läßt sich nur spekulieren, da keine weiteren Erläuterungen hierzu gegeben wurden sowie man sich seitens der OGI AG allgemein derzeit sehr kurz angebunden zeigt. Inwiefern es zutrifft, dass – wie zu vernehmen war – inzwischen Zahlungen an die Onesoft AG erfolgten, ist uns zumindest unternehmensseitig nicht bekannt. Alleinvorstand Jürgen Wagentrotz soll auf der Hauptversammlung am 04. Juli in Berlin, laut der diesbezüglich firmeneigenen Pressemitteilung, einen ausführlichen Bericht über aktuelle Entwicklungen der Gesellschaft sowie über die zukünftigen Perspektiven vor allem im Hinblick auf die operative Entwicklung vorgelegt haben. Dies spiegelt sich nicht in der momentanen Öffentlichkeitsarbeit wider. Man bittet vielmehr gegenwärtig um Verständnis, dass unter Wahrung örtlicher Geschäftsgeheimnisse keine detaillierten Auskünfte erteilt werden. Die Aktivitäten in den USA gingen jedoch zügig voran, versichert das Unternehmen.

Vermutlich wäre jetzt eine Offensive der Unternehmerpersönlichkeit Jürgen Wagentrotz angebracht, um durch Transparenz Gerüchten den Boden zu entziehen und zu zeigen, dass er personalpolitisch führungsstark das Zepter in der Hand hält sowie durch Nachweis der behaupteten Fortschritte auf den Bohrfeldern in Übersee dem Unternehmen Stabilität zu verleihen. Sollte dies in dieser Form nicht möglich sein, wäre vermutlich erst recht eine Offensive einer starken Unternehmerpersönlichkeit gefordert…

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Kategorie: Allgemein, Wirtschaft

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