Wiener Toilette von Comedy-Figur verstopft?

| 27. April 2016 | Kommentieren
Rowan Atkinson in der Rolle des Mr. Bean, Foto: Gerhard Heeke

Rowan Atkinson in der Rolle des Mr. Bean, Foto: Gerhard Heeke

Brutale Attacke gegen linkes Kaffeehaus

Von Ruedi Strese

Wien – Eine engagierte linke Wiener Kaffeehausbetreiberin zeigte sich wenig erfreut über das jüngste österreichische Wahlergebnis, bei welchem der FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer 35% der Stimmen auf sich vereinen konnte, und beschloß, ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen, indem sie sich mit einem Aufstellschild an Hofers Wähler richtete: “Wenn du bei diesen 35% dabei bist, geh doch BITTE einfach weiter. DANKE. #rightwingNOTwelcome”. Neben Zustimmung gab es noch viel mehr Proteste. Hat sich nun auch Mr. Bean den Gegnern der Kaffeehausbetreiberin angeschlossen?

Die Wirtin fühlt sich bedroht. Nicht nur von dem Shitstorm, der im Netz gegen sie im Gange sei, wo die Ausgrenzung der Freiheitlichen gelegentlich mit der Ausgrenzung von Juden im Dritten Reich gleichgesetzt wurde. Ein rechter Randalierer habe das Lokal gestürmt, sie angeschrien und zudem die Toilette mit Papier verstopft. Ist da ein österreichischer NSU unterwegs, oder doch eher eine bekannte Comedyfigur?

Ein Wiener Informant wurde von uns auf Spurensuche geschickt. Er betrat das Lokal, verkleidet als Grünen-Wähler mit einer ausgestopften Brust, Badelatschen, Strapsen und Hipster-Bart, um nicht aufzufallen. Im Lokal bestellte er einen Kaffee und echauffierte sich über dessen braune Farbe, worauf die Wirtin sich offensichtlich schämte und ihm schon vor dem Bezahlen sein Geld zurückgab.

Unser Undercover-Mann wollte sich setzen, doch waren von seinem Stuhl einige Beine angesägt worden, woraus ein Mißgeschick folgte, und so mußte er seinen Kaffee in der Hocke trinken. Unter dem Tisch klebten Kaugummis, die Blumenvase war überdies mit Hackfleisch gefüllt worden. Die Zustände auf der Toilette waren ähnlich, entweder hatte die Wirtin es nicht geschafft, diese zu reinigen, oder es hatte einen erneuten Anschlag gegeben, der zu einer leichten Überschwemmung geführt hatte.

Der Mitarbeiter bat nun die Wirtin direkt um eine Täterbeschreibung. Der dunkelhaarige Mann sei mit einem graubraunen Anzug und einem weißem Hemd nebst Krawatte bekleidet gewesen und habe sonderbare Geräusche von sich gegeben. Dabei habe er mit einem Teddy rumgefuchtelt, überhaupt seien seine Bewegungen auffällig hektisch und tolpatschig gewesen.

Leider ist unserem Informanten im Rahmen seiner Recherchen ein Unglück passiert, denn als er das Lokal verlassen und über die Straße gehen wollte, fuhr ihm ein grüngelb-schwarzer Mini über die Füße.

Verweise:
http://www.krone.at/Oesterreich/Anti-Hofer-Aktion_Wirtin_in_Angst_-_FPOe_klagt-Schild_mit_Folgen-Story-507360

Stichworte: , , , ,

Kategorie: Allgemein, Satire

Kommentar schreiben