Wolfgang Schäuble fürchtet Inzucht des deutschen Volkes

| 10. Juni 2016 | Kommentieren

Schäuble will weitere Zuwanderung

Wolfgang Schäuble, Foto: Luca Brunini

Wolfgang Schäuble, Foto: Luca Brunini

Von Torsten Müller

Berlin – Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat davor gewarnt, dass die Deutschen und Europäer auf Inzucht zusteuern, wenn die sich abschotten und sich weiterer Zuwanderung verweigern. Wörtlich sagte der Minister: „Die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe.“ Mit Blick auf muslimische Zuwanderer fügt Schäuble hinzu: „Für uns sind Muslime in Deutschland eine Bereicherung unserer Offenheit und unserer Vielfalt.“ Vor allem in Türken der dritten Generation sieht er enormes „innovatorisches Potential“.

Die NPD veröffentlichte nun eine Erklärung, in der sie die Äußerungen des CDU-Politikers scharf kritisierte: „Wer so über das eigene Volk spricht, wer Inzucht als logische Folge der Verweigerung weiterer Massenzuwanderung erklärt, der gehört nicht in Ministersessel oder in den Bundestag – der gehört in die politische Wüste gejagt! Wer die inzucht-verursachte Degeneration des eigenen Volkes als größere Gefahr als die Islamisierung Deutschlands bezeichnet, sollte sich fragen, ob er mental überhaupt noch in der Lage ist, unser Volk zu vertreten.“ Die notwendige Konsequenz sei, dass Schäuble von seinem Amt als Bundesfinanzminister zurücktritt.

Schäuble warnte auch davor, den afrikanischen Kontinent zu vernachlässigen. Experten gehen davon aus, dass sich in den kommenden Jahren große Zuwanderungswellen aus Afrika in Richtung Europa in Bewegung setzen werden. Schäuble dazu wörtlich: „Wir haben ja erst nach 1990 angefangen, uns ernsthaft mit der Tatsache zu beschäftigen, dass es außerhalb der westlichen Welt noch etwas anderes gibt. Hart gesagt, hat uns der Mittlere Osten Afrika vom Hals gehalten.“ Dieser Zustand gehöre aber nun der Vergangenheit an. Schäuble dazu weiter: „Afrika wird unser Problem sein, wir müssen diese Aufgabe annehmen.“
Der mittlerweile als potentieller Nachfolger von Bundespräsident Joachim Gauck gehandelte Schäuble sprach sich in diesem Zusammenhang dafür aus, mehr im Irak, in Syrien und Libyen zu investieren und für die afrikanischen Staaten südlich der Sahara mehr Entwicklungshilfe bereitzustellen.

Es ist durchaus zu begrüßen, dass die Fluchtursachen in den Heimatländern der nach Deutschland und Europa strömenden Asylbewerber wirksam und nachhaltig bekämpft werden. Die Weigerung, weitere Zuwanderung nach Deutschland und Europa zuzulassen, mit Inzucht zu vergleichen, ist allerdings ein schwerer rhetorischer Fehlgriff.

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Kategorie: Allgemein, Politik

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